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Ist mein Kind handysüchtig?

Foto: tv

Seit der Coronakrise verbringen Kinder und Jugendliche viel mehr Zeit am Handy oder mit Computerspielen. Für immer mehr wird die Mediennutzung aber zur Sucht. Wo der Unterschied zwischen Leidenschaft und Sucht ist und was Eltern tun können — ein Überblick.

Donnerstag, 24. März 2022
Thorsten Vaas
56 Sekunden Lesedauer

Digitalunterricht, Freunde treffen im Videochat, Zocken zum Zeitvertreib — seit der Pandemie mit wenig anderen Freizeitmöglichkeiten ist die Nutzungszeit digitaler Medien bei Kindern und Jugendlichen gestiegen. Wir beantworten, ab wann das Verhalten problematisch ist.

Hat die Handy– und Computernutzung durch die Coronamaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen zugenommen?
Ja, das zeigen aktuelle Daten. Eine Studie des Uniklinikums Hamburg-​Eppendorf hat im Auftrag der Krankenkasse DAK Gesundheit das Gaming– und Social Media-​Verhalten von Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 17 Jahren untersucht — und zwar im September 2019 vor Corona und im April 2020 während des ersten Lockdowns. Laut der Untersuchung nutzten 4,1 Prozent der Jugendlichen Computerspiele krankhaft, vor der Pandemie waren es demnach im Schnitt 2,7 Prozent. Acht bis zehn Prozent der jungen Menschen zeigen ein riskantes Nutzungsverhalten, Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. „Wobei der Lockdown bei vielen nicht bloß ein Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, sondern ein ganzer Eimer“, sagt die Psychologin Isabel Brandhorst, die am Uniklinikum Tübingen die Forschungsgruppe Internetbezogene Störungen und Computerspielsucht leitet.

Welche negativen Auswirkungen kann das haben? Das lesen Sie auf der Wissen-​Seite im iKiosk.

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