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Zivilschutz-​Hilfsgüter aus dem Remstal haben die Ukraine erreicht

Foto: privat

Im Rahmen der aktuell vermutlich größten und erfolgreichsten Feuerwehr-​Hilfsaktion in Deutschland haben am Wochenende die ersten Hilfsgüter die Ukraine erreicht.

Sonntag, 06. März 2022
Alexander Gässler
1 Minute 5 Sekunden Lesedauer

Nach einem Sachspenden-​Aufruf der Feuerwehr Fellbach unter der Federführung ihres Mitglieds Alexander Ernst waren innerhalb der letzten sieben Tage Schutzkleidung sowie vor allem Gerätschaften für Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung von zahlreichen Feuerwehren aus Baden-​Württemberg, Hessen und Rheinland-​Pfalz im Remstal zusammengetragen worden. Vor allem auch Feuerwehren aus dem Rems-​Murr– und Ostalbkreis hatten sich spontan und rege beteiligt.


Die „Alter Kelter“ in Fellbach wurde hierzu mit Unterstützung der Stadtverwaltung in ein Logistikzentrum verwandelt. Über 400 Paletten an Gerätschaften und Schutzbekleidung wurden verpackt. 40 davon — mit den am schnellsten benötigten Ausrüstungen — konnten dank der persönlichen Kontakte von Alexander Ernst am Freitag vom Stuttgarter Flughafen aus in einer Blitzaktion mit umgerüsteteten Löschflugzeugen des Zivilschutzes der Ukraine an einen aus Sicherheitsgründen geheimgehaltenen Ort geflogen wurden.


Mit dankbaren Fotos demonstrieren nun Feuerwehrleute und Zivilschützer in der Ukraine, dass die Hilfssendungen aus dem Remstal ihr Ziel erreicht haben. Die weiteren Güter folgen zusammen mit vier gespendeten Löschfahrzeugen und Rettungswagen auf dem Landweg.


Alexander Ernst ist Chef des Feuerwehrgeräteherstellers Barth in Fellbach und seit 38 Jahren aktives Mitglied der Feuerwehr. Im Rahmen der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat er sowohl geschäftliche als auch sehr viele persönliche und freundschaftliche Kontakte in die Ukraine. Zur bereits gelieferten Ausrüstungshilfe gehört sogar ein gestifteter Löschroboter im Wert von rund 100000 Euro. Die humanitäre Aktion ist bewundernstwert unbürokratisch und unpolitisch verlaufen.

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