Schulessen in Gmünd: Klappt die Umstellung bis September?
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Die Schülerverpflegung in Schwäbisch Gmünd durch die Stadt ab dem kommenden Schuljahr ist beschlossene Sache, doch noch sind längst nicht alle Bedenken der Schulleiter ausgeräumt. Sie sehen offene Fragen bei Ausstattung und Hygieneauflagen. Mit einem perfekten Start rechnet man auch im Rathaus nicht.
Montag, 11. April 2022
Benjamin Richter
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Doch reichen fünf Monate aus, um ein eingespieltes System der Belieferung von externen Caterern durch eine eigene Essensverteilung zu ersetzen? „Sicher wird das nicht von Anfang an perfekt“, hofft Abteilungsleiterin Ellen Haar-Nußbaum schon jetzt auf Nachsicht. „Aber wir wollen uns mit allen Beteiligten gemeinsam auf den Weg machen.“ Ziel sei es, ein Essen anbieten zu können, das den Schülern schmecke und gleichzeitig Aspekte wie Regionalität, Bioqualität, Ausgewogenheit und Ähnliches berücksichtige.
An den Schulen sind unterdessen noch lange nicht alle Zweifel an der Umstellung aus dem Weg geräumt. Kritisch sieht Daniela Maschka-Dengler, die Leiterin der Friedensschule in Rehnenhof-Wetzgau, unter anderem die Erfüllung der strengen Hygieneauflagen, an die sich Catering-Firmen halten müssen, sowie die grundlegende Zusammenstellung der Mahlzeiten. „Gestern gab es bei uns Lasagne“, schildert sie, „und es hat allen Schülern großartig geschmeckt.“ Wie ein solches Gericht allerdings in Zukunft aus einzelnen im Großhandel eingekauften Komponenten zusammengefügt werden solle, habe sich ihr bislang nicht erschlossen.
Wie die Stadtverwaltung auf die Kritik reagiert und warum es wohl nicht bei den zunächst festgelegten Essenspreisen bleibt, lesen Sie in der Rems-Zeitung vom Montag. Wie es zu der Entscheidung des Gemeinderats kam, dazu berichtete die Rems-Zeitung hier. Dazu gab es in dem Gremium eine Diskussion zwischen Befürwortern und Kritikern.
Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 424 Tagen veröffentlicht.