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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Digitalisierung an Schulen: Wie weit ist Gmünd?

Foto: fleisa

Spätestens seit Corona ist die Notwendigkeit der Digitalisierung an Schulen deutlich geworden. Wie sieht es damit an Gmünder Schulen aus? Und ist digital immer gleich besser?

Dienstag, 12. April 2022
Sarah Fleischer
1 Minute 33 Sekunden Lesedauer

„Wir sind hier schon gut mit dabei“, findet Veit Botsch, Schulleiter des Hans-​Baldung-​Gymnasiums (HBG) in Schwäbisch Gmünd. Dank guter Planung gebe es an seiner Schule inzwischen in jedem Klassenzimmer einen Apple TV, Beamer sowie WLan. „Außerdem haben wir iPads als Dienstgeräte für die Lehrkräfte angeschafft. Die lassen sich auch als Dokumentenkamera verwenden und man kann Tafelaufschriebe speichern. Für die Schüler gibt es vier iPad-​Wägen mit Geräten für den Unterricht.“ Bis Ende Mai soll die Schule auch einen Glasfaseranschluss für schnelleres Internet haben, zusammen mit acht anderen Gmünder Schulen, teilt die Stadt Gmünd mit. Schulsprecher Noah Travner zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung der vergangenen Jahre, sieht aber noch Verbesserungsmöglichkeiten: „Die Geräte werden regelmäßig eingesetzt, aber es ist noch keine Selbstverständlichkeit. Auch ein Tablet für jeden Schüler wäre natürlich ideal — aber auch teuer.“
Hierfür hatte der Bund 2019 den DigitalPakt Schule beschlossen: Fünf Milliarden Euro Fördermittel über fünf Jahre, verteilt nach dem Königsteiner Schlüssel.
Nicht nur Tablets, auch Smartboards, Dokumentenkameras und Apple TV können mit diesen Geldern finanziert werden und gehören an vielen Schulen mittlerweile zum Standard.
In Schwäbisch Gmünd kümmert sich der Fachbereich IT Schulen des Amtes für Bildung um Planung, Ausstattung, Wartung und Support der Netzwerke, Hardware, Software, Digital und Präsentationstechnik an den Schulen sowie das Schulübergreifende Verwaltungsnetz, erklärt Pressesprecher Markus Herrmann.
Bei allem Zuspruch sehen viele Schulleiter aber auch ein Manko: Bernd Gockel, Schulleiter des Scheffold Gymnasiums, sieht folgendes Problem: „Die Betreuung der Endgeräte bleibt schwierig. Wir haben zwar einen Medien-​Beauftragten an der Schule, aber man braucht trotzdem eine externe Firma, für tiefergehende Störungen. Weil die Nachfrage so hoch ist, sind diese Firmen aber oft überbucht, das geht dann nicht von heute auf morgen.“ Auch die Aus– und Fortbildung der Lehrkräfte, was die Handhabung der Endgeräte angeht, bleibe häufig in der Hand der Schulen, so mehrere Schulleiter. Außerdem sei nur durch die Nutzung digitaler Endgeräte nicht automatisch besseres Lernen garantiert.


Was genau Schulleiter und Schulsprecher noch zu sagen haben und warum die Mozartschule noch keinen Glasfaseranschluss hat, erfahren Sie am Dienstag in der Rems-​Zeitung.

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