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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Stauferklinikum Gmünd: Neues Zentrum für Krebs-​Behandlung

Foto: Stauferklinikum

Mit dem Zentrum für Hämatologische Neoplasien kommt nun ein weiterer Bereich unter das Dach des Onkologischen Zentrums am Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd. Dafür wurde das Krankenhaus nun von der deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert.

Sonntag, 17. April 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 7 Sekunden Lesedauer

Das Behandlungsteam um Chefarzt Prof. Dr. Holger Hebart ist stolz über die Auszeichnung. Die Diagnose Krebs sei für Patienten im ersten Moment ein Schock. Umso besser sei es für Patienten zu wissen, „dass wir hier im Kreis hervorragende Behandlungsmöglichkeiten haben“, so der Chefarzt. Am Stauferklinikum werden nahezu alle Therapien zur Krebsbehandlung durchgeführt. Dazu gehören neben der klassischen Chemotherapie, Immuntherapie, Antikörpertherapie auch Therapien mit modernen Medikamenten. Möglich ist dies, da das Stauferklinikum aktiv in der Krebsforschung ist und regelmäßig an einer Vielzahl medizinischer Studien teilnimmt. „Dadurch können Patienten unter gewissen Voraussetzungen mit vielversprechenden Medikamente behandelt werden, die bislang noch vor einer Zulassung stehen“, teilt die Klinik in einer Pressemitteilung mit. Zum Onkologischen Zentrum am Stauferklinikum gehören bereits das Darmzentrum, das Brustzentrum und das gynäkologische Krebszentrum. Nach Angaben der Klinik erkranken statistisch beispielsweise 45 auf 100.000 Patienten jedes Jahr an einer bösartigen Bluterkrankung.

Was sind hämatologische Neoplasien?
Unter „hämatologischen Neoplasien“ versteht man bösartige Erkrankungen des Blutes, des Lymphgewebes und des Knochenmarks. Dies umfasst eine weite Spannbreite an Erkrankungsbildern. Beginnend bei so genannten perakut verlaufenden akuten Leukämien, die unbehandelt binnen weniger Tage zum Tode führen können und deshalb innerhalb kürzester Zeit behandelt werden müssen. Auch Erkrankungen wie Lymphdrüsenkrebs gehören dazu, meist können diese mittels einer intensiven Chemotherapie geheilt werden. Das Zentrum in Gmünd behandelt zudem Erkrankungen, die teilweise viele Jahre nur beobachtet werden müssen und bei denen lange keine Therapie notwendig ist. Hierzu gehört beispielsweise die Chronische Lymphatische Leukämie.

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