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Mückenalarm: Welche Arten auf uns fliegen

Foto: Lutz Haberecht /​pix​e​lio​.de

Mit wärmeren Temperaturen schwirren die Stechmücken aus. Ihre Stiche sind zwar nervig, meist aber ungefährlich. Immer häufiger wird aber vor eingewanderten Mücken gewarnt, die Krankheiten wie das West-​Nil-​Virus übertragen können. Doch wie wahrscheinlich ist das?

Dienstag, 17. Mai 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 15 Sekunden Lesedauer

Ein lauer Sommerabend, gemeinsames Grillen mit Freunden, eigentlich ist alles perfekt. Nur eines stört – das unerträglich hohe Summen von Stechmücken. Da die Plagegeister ihre Körpertemperatur nicht selbst steuern können, werden sie erst aktiv, wenn die Außentemperaturen steigen. Weltweit gibt es etwa 3500 Stechmückenarten, hierzulande rund 50, erklärt Helge Kampen, Mückenforscher am Friedrich-​Loeffler-​Institut auf der Insel Riems bei Greifswald. Er weiß, mit welchen Arten wir es zu tun haben.

Was ist die am meisten verbreitete Art?
Die Gemeine Stechmücke, auch Hausmücke genannt, ist der häufigste Vertreter in Europa. Der in ihrem Speichel enthaltene Proteincocktail, der durch einen Rüssel von den stechenden Weibchen in die Haut injiziert wird, führt zu einer Hautreaktion. Die Schwellung geht jedoch meist nach wenigen Tagen zurück. Immer häufiger ist jedoch von der Hausmücke als Überträger von Krankheitserregern die Rede. Sie kann etwa das West-​Nil-​Virus übertragen, das eigentlich nur in wärmeren Regionen der Erde wie den Tropen vorkommt. Vögel bringen das Virus auf ihrem Flug vom Süden in den Norden in heimische Gefilde. Sticht eine Mücke zuerst den infizierten Vogel und später einen Menschen, kann sich dieser anstecken und grippeähnliche Symptome entwickeln. 80 Prozent verspüren jedoch keine Symptome. In Deutschland werden Fälle beim Menschen nach Angaben des Robert-​Koch-​Instituts (RKI) seit 2019 registriert, insbesondere im Osten Deutschlands und in Bayern. Infektionsforscher wie Kampen beobachten die Verbreitung daher sehr genau. „Das Virus bleibt und kann hier in den Mückenweibchen überwintern.“ Lange und heiße Sommer helfen dem Virus zudem, sich schnell im Körper der Mücke zu entwickeln.

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