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Arbeitskräftemangel in der Gastronomie: Eine Chance für Geflüchtete aus der Ukraine?

Foto: fleisa

Die Saison startet, der Laden brummt – doch es fehlen Arbeitskräfte. So geht es der Gastronomie-​Branche, auch im Ostalbkreis. Über 100 Stellen sind hier offen. Bestünde hier eine Chance für ukrainische Geflüchtete, oder ist das zu einfach gedacht?

Freitag, 20. Mai 2022
Sarah Fleischer
1 Minute 10 Sekunden Lesedauer

Laut der Gewerkschaft Nahrung-​Genuss-​Gaststätten (NGG) sind alleine im Ostalbkreis derzeit 105 Stellen im Gastgewerbe unbesetzt. „Corona hat es sicher nochmal verstärkt, aber das ging schon deutlich vor der Pandemie los“, erinnert sich Birgit Lieb, eine der Geschäftsführerinnen des Landhotel Wental. „Uns fehlen Arbeitskräfte in allen Bereichen.“ Johannes Barth, Inhaber des „Paradies“ in Schwäbisch Gmünd und Vorsitzender der Fachgruppe Gastronomie im Ostalbkreis bei der DEHOGA Baden-​Württemberg, bestätigt dies. Auch er habe während der Pandemie einen Personalschwund wahrgenommen, sowohl bei ihm selbst als auch quer durch Gmünds Gastro-​Szene. „Wir suchen händeringend nach Küchenpersonal, am Zeiselberg fehlen Servicekräfte.“
Die Gewerkschaft NGG machte darum in einer aktuellen Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass offene Stellen eine Jobperspektive für Geflüchtete aus der Ukraine darstellen könnten. Gut 92 Prozent von ihnen seien in ihrer Heimat erwerbstätig oder in Ausbildung gewesen, es bestehe großes Potenzial. Voraussetzung sei natürlich faire Bezahlung und Arbeitsbedingungen.
Prinzipiell stelle man auch ungelernte Kräfte ein, sind sich die Gastronomen einig. Ein großes Hindernis bleibe aber die Sprache: „Besonders wer im Service mit Gästen zu tun hat, muss sich mit ihnen verständigen können“, sagt Lieb.
Ein weiterer Faktor: Viele der Geflüchteten wollen eigentlich so schnell wie möglich in die Ukraine zurück, wie Barth meint. Selbst wenn Sprachkenntnisse vorhanden seien — so würde der langfristige Mangel an Arbeitskräften in der Gastro-​Branche nicht gelöst.

Mehr zum Vorstoß der NGG und worin die Gastwirte den Grund für dien Arbeitskräftemangel sehen, lesen Sie am Freitag in der Rems-​Zeitung.

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