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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Getöteter Pedelec-​Fahrer: Anklage auf fahrlässige Tötung

Archiv-​Foto: nb

„Ein tragischer Fall“, so bezeichnet Richter Heth die Verhandlungssache am Montag vor dem Amtsgericht in Schwäbisch Gmünd. War der Pedelecfahrer im Dezember 2021 einfach zur falschen Zeit am falschen Ort, oder trifft den angeklagten Autofahrer doch eine Mitschuld an dessen Tod?

Montag, 23. Mai 2022
Sarah Fleischer
1 Minute 0 Sekunden Lesedauer

Der Unfall hatte sich am 14. Dezember 2021 ereignet, nun wurde er vor dem Amtsgericht Schwäbisch Gmünd verhandelt. „Fahrlässige Tötung„lautet die Anklage gegen den 35-​Jährigen. Dabei handelt es sich um eine Tat im Bereich der Tötungsdelikte in Zusammenhang mit Fahrlässigkeit, wie mangelnder Umsicht und Sorgfalt. Je nach Fall werden Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren verhängt.
Für die Staatsanwaltschaft ist die Sache klar. Der Angeklagte habe durch eine Sorgfaltspflicht–
verletzung den Tod eines Menschen verschuldet. Auch wenn, wie Staatsanwältin Koller betont, eine solche Unaufmerksamkeit jedem Verkehrsteilnehmer passieren könne. Sie fordert eine Geldstrafe und Fahrverbot, die Nebenklage eine fünfmonatige Bewährungsstrafe.
Die Verteidigung widerspricht vehement und plädiert auf Freispruch. Es gebe keinerlei Hinweise, dass der Unfall hätte vermieden werden können. „Die Voraussetzungen für eine vollständige Untersuchung und Aufklärung waren extrem ungünstig“ sagt auch der Unfallanalytiker. Ob der Unfall vermeidbar gewesen sei, könne er nicht beurteilen.
Der Angeklagte zeigt sichtliche Reue, seine Aussage muss er immer wieder unterbrechen, um sich zu sammeln. Mehrfach entschuldigt er sich unter Tränen bei den Hinterbliebenen des getöteten 63-​Jährigen.

Zu welchem Urteil das Gericht schließlich kam und warum die Rekonstruktion des Unfallhergangs so schwer war, lesen Sie am Dienstag in der Rems-​Zeitung.

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