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Ostalbkreis: 30000 Euro für Studie zu Radschnellwegen

Foto: Grüne

Der Ostalbkreis gibt für 30 000 Euro eine Studie in Auftrag, um Pendler fürs Radfahren zu motivieren.

Dienstag, 31. Mai 2022
Sarah Fleischer
1 Minute 4 Sekunden Lesedauer

„Jetzt auch mit dem Fahrrad rasen? Das erschließt sich mir nicht“, sagte Mario Capezzuto (SPD) in der Sitzung des Umweltausschusses des Kreistags. Gleichwohl votierte er wie der Rest des Gremiums dafür, eine kreisweite Potenzialanalyse auf den Hauptverkehrsachsen für mögliche Radschnellverbindungen in Auftrag zu geben. Diese „Autobahn“ soll Städte verbinden, das Umland besser an Stadtzentren anbinden oder Arbeitsplatzschwerpunkte sowie Hochschulstandorte für Pendlerinnen und Pendler erreichbarer machen. Dadurch könnten Wege statt mit dem Auto eher mit dem Rad zurückgelegt werden.
Das größte Potenzial für Radschnellverbindungen im Ostalbkreis sieht Lukas Dreher, der Fachbereichsleiter im Geschäftsbereich Nachhaltige Mobilität im Landratsamt, aufgrund der Pendlerverflechtungen auf den Hauptverkehrsrouten in West-​Ost-​Richtung (Gmünd – Aalen – Bopfingen) und in Nord-​Süd-​Ausdehnung (Ellwangen – Aalen – Heidenheim). Er hält, wie er im Ausschuss sagte, eine kreisweite Betrachtung der Strecken Aalen – Gmünd – Lorch, Aalen – Ellwangen und Aalen – Nördlingen für erforderlich als Ergänzung zur Strecke Aalen – Heidenheim, die im Rahmen des Mobilitätspakts bereits untersucht wird. Wolfgang Steidle (CDU) und Bennet Müller (Grüne) signalisierten sofort Zustimmung zu der 30 000 Euro teuren Untersuchung. Herbert Witzany (Freie Wähler) forderte eine pragmatische Herangehensweise. Erwin Schweizer (Grüne) regte an, landwirtschaftliche Wege für den Radverkehr zu verbreitern, um den Flächenverbrauch zu reduzieren. Dies sei nicht möglich, so Dreher, denn für Schnellwege gelte die Vorgabe, dass dort nur Radfahrer unterwegs sein dürfen.

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