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Wie viel Antibiotikum ist noch gesund?

Foto: Tim Reckmann /​pix​e​lio​.de

Die Gabe des Medikaments kann die Wirkung von Impfungen abschwächen. Was das für die Gesundheit von Kindern bedeutet.

Mittwoch, 04. Mai 2022
Thorsten Vaas
58 Sekunden Lesedauer

Hauptsache, gesund werden – dafür ist vielen zwar nicht jedes Mittel recht, aber eines immer noch: Antibiotikum. Doch gerade bei Kleinkindern sollte man bei der Gabe vorsichtig sein.Eine US-​amerikanische Studie zeigt, dass die Einnahme von Antibiotika bei Kleinkindern die Schutzwirkung von Impfungen – etwa gegen Hepatitis, Mumps oder Masern – verringern kann. Warum das so ist und was es bei der Verordnung zu beachten gilt, erklären wir in dieser Übersicht.

Wie hat sich der geringe Schutz gezeigt?
In der Studie wurden 560 Kinder ab ihrem sechsten Lebensmonat bis hin zu ihrem zweiten Geburtstag regelmäßig untersucht, und es wurden Blutproben entnommen. Trat bei den Kindern eine Mittelohrentzündung auf, wurden auch dabei Blutproben analysiert. Von den insgesamt 560 untersuchten Kindern erhielten 342 Kinder Antibiotika innerhalb der ersten 24 Lebensmonate – 218 Kinder erhielten keine. Dabei zeigte sich, dass die Antikörperlevel bei Kindern, die mit Antibiotika behandelt wurden, im Schnitt geringer waren als bei Kindern ohne Antibiotika-​Behandlung. Besonders häufig lag die Menge der Antikörper unter dem Grenzwert, der einen guten Schutz gegen die Krankheiten garantiert, wenn die Kinder im Alter von neun bis zwölf Lebensmonaten Antibiotika erhielten. Wurde mehrmals Antibiotika verabreicht, wirkte sich dies verstärkt negativ auf die Antikörperwerte aus.

Wie kommt dieser Effekt zustande? Das lesen Sie auf der Wissen-​Seite im iKiosk.

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