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Nachrichten Ostalb

Schauort Zang: Kirche mit Solardach im Dorf der Köhler

Foto: Hartmut Pflanz

Königsbronn-​Zang im Kreis Heidenheim, wenige Kilometer von Bartholomä entfernt, verdankt seine Existenz dem Kohlebedarf der Eisenverhüttung im ehemals benachbarten Kloster. Längst raucht dort kein Schlot mehr – Zang aber könnte weiter wachsen.

Sonntag, 12. Juni 2022
Benjamin Richter
1 Minute 13 Sekunden Lesedauer

Seit 1980 thront sie auf dem Zanger Dorfbrunnen, die Familie aus Hahn, Henne und Küken. Von hier aus lassen die von Bildhauer Albrecht Kneer geschaffenen Hühnereltern den gelassenen Blick über den Dorfplatz und auf die evangelische Dorfkirche schweifen.
Der steinerne Sakralbau steht hier seit 1781, an der Stelle, an der in den Jahrhunderten zuvor schon zwei Vorgängerkirchen aus Holz ihren Platz hatten und die Zanger Bürger Sonntag für Sonntag zum Gottesdienst einluden.
Dass das denkmalgeschützte Gotteshaus mit seiner sehenswerten Kassettendecke kein ganz gewöhnliches ist, zeigt spätestens ein Blick aufs Kirchendach: Seit 15 Jahren ist die Dorfkirche als einer von nur wenigen Kirchenbauten in der Region mit einer Photovoltaik-​Solarstromanlage ausgestattet und erzeugt ihren eigenen Strom.
Von hier aus sind es mit dem Auto zwar keine drei Kilometer bis zur Grenze zum Ostalbkreis – doch wenn die Zanger, im Randgebiet des Landkreises Heidenheim gelegen, sich überhaupt an einer anderen Gebietskörperschaft orientieren, so ist das seit jeher Königsbronn.
Die Gemeinde, zu der Zang seit der Eingemeindung im Jahr 1971 wieder gehört, ging einst aus einem Zisterzienserkloster hervor – das um das Jahr 1500 in den Wäldern zum Westen hin die Gründung sogenannter Söldhofstätten initiierte. „In diesen einfachen Behausungen lebten Waldarbeiter und Köhler, die die Holzkohle für die klostereigene Eisenverhüttung lieferten“, sagt der Königsbronner Gemeindearchivar Hartmut Pflanz.

Zu welchem Gewässer in ihrer Ortsmitte die Zanger ein ganz besonderes Verhältnis haben und welche bewegte Geschichte hinter der örtlichen Schule liegt, all das und noch mehr ist auf der Schauorte-​Seite in der Wochenendbeilage der Rems-​Zeitung zu erfahren. Die ganze Ausgabe ist auch online im iKiosk zu lesen.

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