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Königsbronn-​Zang entdecken: „Neues“ Dorf wächst über „altes“ hinaus

Foto: bri

In den nach 1960 erschlossenen Neubaugebieten in Zang wohnen inzwischen mehr Menschen als im alten Teil des Dorfes. Der kann unterdessen auf eine Geschichte zurückblicken, die um 1500 mit der Gewinnung von Holzkohle für die Eisenverhüttung im nahe gelegenen Kloster begann.

Montag, 13. Juni 2022
Benjamin Richter
1 Minute 24 Sekunden Lesedauer

Von Zang aus sind es mit dem Auto zwar keine drei Kilometer bis zur Grenze zum Ostalbkreis – doch wenn die Zanger, im Randgebiet des Landkreises Heidenheim gelegen, sich überhaupt an einer anderen Gebietskörperschaft orientieren, so ist das seit jeher Königsbronn.
Die Gemeinde, zu der Zang seit der Eingemeindung im Jahr 1971 wieder gehört, ging einst aus einem Zisterzienserkloster hervor – das um das Jahr 1500 in den Wäldern zum Westen hin die Gründung sogenannter Söldhofstätten initiierte.
„In diesen einfachen Behausungen lebten Waldarbeiter und Köhler, die die Holzkohle für die klostereigene Eisenverhüttung lieferten“, sagt der Königsbronner Gemeindearchivar Hartmut Pflanz. Er ist selbst Zanger und hat bis auf zwei Jahre sein ganzes Leben in dem Ort gewohnt.
Zwischen 1819 und 1971, weiß Pflanz noch aus eigenem Erleben – zur Eingemeindung war er 14 Jahre alt –, war Zang eine eigenständige Gemeinde. Im Zuge der Gemeindereform vor die Wahl gestellt, Teil von Heidenheim, Königsbronn oder Steinheim zu werden, votierten die Zanger im zweiten Anlauf sehr klar für Königsbronn.
Zählte Zang damals noch keine 700 Einwohner, wuchs deren Zahl bis zur Mitte der 1990er-​Jahre auf 1400 an. Diese Entwicklung, erklärt Hartmut Pflanz, sei auf die Ausweisung von Neubaugebieten und den Zuzug aus dem Umland, vor allem aus Heidenheim, zurückzuführen.
Inzwischen ist die Mehrheit der Einwohner von Zang in der seit den 1960er-​Jahren erschlossenen Nachbarschaft zu Hause, sodass sich der Ort laut Pflanz in ein „altes“ und ein „neues Dorf“ gliedert.

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