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Flächen– und Waldbrand: Hohe Gefahr im Ostalbkreis

Foto: Thomas Max Müller /​pix​e​lio​.de

Der Deutsche Wetterdienst sagt für die kommenden Tage, vor allem für das Wochenende eine hohe Gefahr für Wald– und Flächenbrände im Ostalbkreis voraus. Das sollten Sie nun beachten.

Mittwoch, 15. Juni 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 55 Sekunden Lesedauer

Hochsommerliche Temperaturen lassen die Waldbrandgefahr im Land am Wochenende wieder deutlich ansteigen. Der so genannte Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdienstes zeigt an der Messstation Schwäbisch Gmünd-​Weiler für die kommenden Tagen von Donnerstag bis Sonntag ein hohes Risiko – Stufe 4 von 5 auf der Skala.

Auch die Waldbrandgefahr wird von den Experten für das Wochenende als hoch angesehen: Auf einer Skala von von 1 (sehr geringe Gefahr) bis 5 (sehr hohe Gefahr) erreicht die Messstation in Weiler von Mittwoch bis Freitag eine 3 (mittlere Gefahr), Samstag und Sonntag eine 4 (hohe Gefahr).

Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder ein aus dem Ruder gelaufenes Grillfeuer oder herumliegendes Glas kann verheerende Folgen haben. Ausgetrocknete Bodenvegetation oder Reisig in den Wäldern können schnell Feuer fangen. Besonders gefährlich ist dabei der Funkenflug, der offenes Feuer in der freien Natur zum unkalkulierbaren Risiko macht. Um Wald– und Flächenbrände zu vermeiden, gibt das Landwirtschaftsministerium Baden-​Württemberg Tipps:

# Feuer machen ist nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen auf den Grillplätzen erlaubt. Je nach örtlicher Situation können die jeweiligen Forstbehörden weitere Maßnahmen anordnen und insbesondere das Grillen im Wald vollständig verbieten. Diese Sperrungen sind unbedingt zu beachten.
# Nicht gestattet ist das Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten.
# Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Auch an den erlaubten Stellen muss das Feuer immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen unbedingt vollständig gelöscht werden.
# Rauchen ist im Wald tabu. In Baden-​Württemberg beispielsweise gilt vom 1. März bis 31. Oktober im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot (hier geht es zum Waldgesetz Baden-​Württemberg).

Mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) appelliert das Ministerium an die Waldbesucher, Speisereste auf keinen Fall in die Landschaft und in den Wald zu werfen.

Was tun, wenn ein Brand ausgebrochen ist?
Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und sich und andere Personen und Haustiere nicht in Gefahr zu bringen. Wählen Sie die 112 und informieren Sie die Leitstelle über folgende Punkte:

# Wo brennt es? – genaue Ortsangabe, markante Geländepunkte (großer Baum, Wiese oder Felsen), Brandausmaß
# Was brennt? – Bodenvegetation oder Baumkronen
# Wer oder was ist betroffen? – Sind Personen, Häuser oder andere Einrichtungen in Gefahr?
# Ort, von dem Sie den Brand melden? – Angabe Ihrer Rückrufnummer, Aufenthaltsort, auf Rettungskräfte warten, damit diese eventuell zum Brandort geführt werden können.

Offizielle Rettungspunkte im Wald, die zur Orientierung bei Unfällen oder Waldbränden genutzt werden können, finden Sie zum Beispiel in der kostenfreien mobilen App „Hilfe im Wald“ — hier für iOS oder für Android.

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