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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd: Zum Tode von Hans Bonné

Foto: privat

Das Team der Ziegerhof-​Freizeit trauert um Hans Bonné. Lange Jahre bekochte der Küchenchef Kinder und Jugendliche der Freizeit. Anfang Juni ist er im Alter von 82 Jahren gestoben.

Dienstag, 21. Juni 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 22 Sekunden Lesedauer

„Wenn Hanns Bonné für uns gekocht hat, war nicht nur das Essen sehr gut, sondern auch die Stimmung!“ Diese Meinung teilen viele der ehemaligen, heute erwachsenen „Kinder“ der Ziegerhof-​Freizeit der Münstergemeinde. Bonné war ein Gmünder Original. Lange Jahre war er Küchenchef der Degussa AG. Jeder der ihn dort erleben durfte spürte: Bonné liebt seinen Beruf! Und das schmeckte man auch! „Es war die große Zeit der Kantinen, in der noch viel von Hand gekocht wurde. Die Firmen ließen sich das Essen auch was kosten“, erzählte er gerne bei dem ein oder anderen spontanen Plausch. Bonné war aber nicht nur Koch aus Leidenschaft, er war auch ein Mensch mit Leidenschaft für das Soziale. Und so fand er mit dem Eintritt in den Ruhestand wohl seine „schönste Bestimmung“, indem er sich als Küchenchef bei der Ziegerhof-​Freizeit der Münstergemeinde engagierte. Ein besonderer Glücksfall für die Münstergemeinde; konnte er doch als Vollprofi aktiv beim Neubau und der damit verbundenen Gestaltung der Großküche beraten und mitwirken.
Genau so wichtig wie das Kochen, war Hans Bonné auch der persönliche und immer fröhliche Kontakt mit den Ziegerhofkindern, den er bis zum Schluss nicht abreißen ließ. „Die Freue am Freude machen“ steckte alle an, die mit ihm aktiv waren. Der Applaus der Kinder nach einem leckeren Mittagessen war seine größte Freude. „Das war meine schönste Zeit“, sagte er einmal bei einem Treffen.
Seine Menschenfreunde spürte man auch, wenn man ihm als jahrelanger Ordnungshelfer auf dem großen Gmünder Antik– und Trödelmarkt traf. Immer ein fröhliches Wort, eine kleine Aufmunterung, und niemals klagen, das war Hans Bonné, wie ihn viele Gmünderinnen und Gmünder gekannt und geschätzt haben.
Wohnhaft in der Innenstadt, gab es im und um das City Center viele spontane Begegnungen mit ihm. Mit freudig-​fröhlichen Augen und rheinischem Akzent konnte er dabei vielen mit witzigen Anekdoten den Tag verschönern.

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