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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

29. KiKiFe-​Gala in Schwäbisch Gmünd

Foto: fleisa

„Das Kinderkinofestival bringt etwas Glanz und Glamour nach Gmünd, und das lieben wir ja“, sagte Bürgermeister Christian Baron zur Eröffnung der 29. KiKiFe-​Gala am Samstag. Ein Jahr vor dem Jubiläum wartet das Festival mit internationalem Besuch und kreativen Eigenarbeiten auf.

Montag, 27. Juni 2022
Sarah Fleischer
1 Minute 36 Sekunden Lesedauer

Ein Highlight der diesjährigen Gala war der Besuch der beiden jugendlichen Hauptdarsteller Matti Stooker und Samuel Reurekas sowie des Regisseurs Pim van Hoeve der niederländischen Produktion „Mein Freund, der Pirat“, der ebenfalls im KiKiFe-​Programm lief. Per Videobotschaft bedankte sich Margrét Júlia Reynisdóttir, die 2021 den „Best Actor Award“ für ihre Rolle in „Birta“ gewonnen hatte.

Doch auch in Gmünd war man nicht untätig. So produzierten sieben Kinder unter Leitung von Tobias Damm und Jasmin Binder von der Hector-​Akademie den kurzen Trickfilm „Im Wirbel der Welten“ – der erste Film, der an diesem Abend im Traumpalast präsentiert wurde.

Auch der Kurzfilm „Mika – wer bin ich eigentlich?“ bekam reichlich Applaus. Zentrales Thema des Films ist die Selbstfindung und Suche nach der eigenen Identität während der Pubertät. Regie führte Carla Benkelmann, die bereits seit über fünf Jahren beim KiKiFe Regie führt und Drehbuch schreibt – ein richtiger Profi also. Prominente Unterstützung bekam sie dieses Jahr von Schauspielerin Heike Trinker, die zusammen mit Dr. Henriette Hoppe von der Pädagogischen Hochschule auch die Kinderjury betreute.

Die PH ist schon lange Kooperationspartner des KiKiFe“, erzählt Direktorin Dr. Claudia Vorst. Nicht nur wird ein medienpädagogisches Konzept zu den Filmen für Lehrkräfte und Schüler erarbeitet. Auch die internationalen Filme werden von Studierenden der PH eingesprochen – denn oft existiert noch keine Synchronfassung.

Die aber brauchen die Jurys, um ihre Wahl treffen zu können. In diesem Jahr kürten sowohl die Fach– als auch die Kritikerjury den kroatischen Film „How I learned to fly“ zum Gewinner. „Er zeigt, dass man oft gar nicht zwischen Kinder– und Erwachsenenfilm unterschieden sollte“, begründet Rolf-​Rüdiger Hamacher. Die Kinderjury vergab ihren Filmpreis an den schwedischen „Nelly Rapp – Monsteragent“. Den zweiten Preis der Kinderjury für die beste Schauspielleistung erhielt Mariya Lobanova für ihre Rolle im russischen Film „Sumo Kid“. „Dieser Film liegt mir sehr am Herzen“, so Veranstalter Gerd Klein. „Ich sehe das nicht als kontrovers an.“ Schließlich entstand der Film bereits 2021, weit vor Beginn des Krieges. Und – der Regisseur arbeitete in der Vergangenheit mehrfach mit dem jetzigen ukrainischen Präsidenten zusammen. Daher habe man den Film bewusst gezeigt.

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