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Wurden Steinzeitwerkzeuge immer wieder neu erfunden?

Foto: fleisa

Einfache Steinzeitwerkzeuge könnten vor Millionen Jahren immer wieder neu erfunden worden sein — so das Fazit einer aktuellen Studie. Das würde bisherige Annahmen auf den Kopf stelle, wonach das Wissen darüber weitergegeben und so zum Grundstein unserer Kultur wurde.

Montag, 25. Juli 2022
Sarah Fleischer
50 Sekunden Lesedauer

Claudio Tennie, William Snyder und Jonathan Reeves von der Universität Tübingen zeigen nun in der Fachzeitschrift „Science Advances“, dass es auch ganz anders gewesen sein könnte. Die Menschen der Steinzeit könnten die Techniken zur Werkzeugherstellung spontan immer wieder neu erfunden haben.
Bisher lautete die Theorie, dass die Methoden zur Fertigung zum Beispiel eines Faustkeils von einem Urmenschen entwickelt, von Clanmitgliedern imitiert und dann an die nächsten Generationen weitergegeben wurden. So entstand eine in der Archäologie als „Kultur“ bezeichnete Tradition.
In einem Experiment beobachteten die Tübinger Forscher, dass auch heutige Menschen eine der vier unterschiedlichen, in der Steinzeitforschung bekannten Techniken zur Werkzeugherstellung anwendeten — obwohl sie noch nie mit Steinzeitwerkzeugen gearbeitet hatten. „Offensichtlich klappt das Herstellen von diesen einfachen Steinwerkzeugen auch ihne Vorbilder“, fasst Claudio Tennie die Ergebnisse des Experiments zusammen.

Wie genau das Experiment der Forscher aussah und mehr über ihre neue Theorie lesen Sie in der Montags-​Ausgabe der Rems-​Zeitung. Auch als E-​Paper am iKiosk.

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