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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Hoffnungshäuser: Gelebte Integration fördern

Foto: privat

Am 18. Oktober startet die beliebte Talkrunde „Zur Sache“ wieder durch. Das Konzept dafür ist neu, der Gedanke dahinter unverändert: Alle Einnahmen werden gespendet. Darüber freuen sich nun die Hoffnungshäuser im Gmünder Taubental.

Freitag, 29. Juli 2022
Thorsten Vaas
2 Minuten 18 Sekunden Lesedauer

„Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, mit unseren Talk-​Reihe Zur Sache die Hoffnungshäuser im Gmünder Taubental zu unterstützen. Das ist gelebte Integration, ein Miteinander ist deutlich spürbar“, sagt Jürgen Eberle, Geschäftsführer der WWG Autowelt. Mit dem ZDF-​Mann Norbert König als neuem Moderator, mit attraktiven Talkgästen aus Kultur, Politik, Sport und dem Showbusiness sowie einem neuen Spendenkonzept. Erster Gast wird der ehemalige Diplomat und Bestseller-​Autor Rüdiger von Fritsch sein. Mit seinem neuen Buch „Zeitenwende – Putins Krieg und die Folgen“ liefert der frühere deutsche Botschafter in Moskau eine zeitkritische Betrachtung auf den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine.
Eberle nutzte zwei talkfreie Jahre, um das Veranstaltungskonzept zu verfeinern. „Mit Norbert König haben wir nicht nur einen hervorragenden Sportreporter für uns gewinnen können. Der studierte Publizistikwissenschaftler und Amerikanist ist auch außerhalb des Sports ein hervorragender Journalist und Moderator. Wir möchten mit unserer Zur Sache-​Reihe in die Tiefe der Gesellschaft dringen und möglichst viele relevanten Themenbereiche abdecken.“ Die globalpolitische Situation nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sei ein solches Thema, „das leider mit aller Voraussicht nach im Oktober 2022 noch nicht beendet sein wird“, so Eberle weiter.
Auch hinsichtlich der sozialen Verwendung möglicher Erlöse und Spenden hat sich die WWG Autowelt ein neues Konzept einfallen lassen. Alle „Zur Sache“-Veranstaltungen sind künftig kostenpflichtig. „Den Eintrittspreis von 15 Euro spenden wir für einen sozialen Zweck“, sagt Eberle und hat mit den Hoffnungshäusern ein neues Dauerprojekt für die Veranstaltungsreihe der WWG Autowelt, GS Gastronomie und der Rems-​Zeitung entdeckt. Zusammen mit seinem Kompetenzbeirat besuchte Eberle die Hoffnungshäusern in der Taubentalstraße. Denise und Martin Schechinger, die dort mit der Standortleitung betraut sind, führten die Gruppe durch die Hoffnungshäuser und erläuterten das Konzept, das von der Stiftung Hoffnungshäuser getragen wird. „Wir kamen mit Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch, uns wurden verschiedene Gemeinschaftsaktionen von der Werkstatt, in der Hocker für den angrenzenden Waldkindergarten hergestellt wurden, über gemeinsame Spieleabende bis hin zur neu in Familienparzellen angelegten Nutzgartenanlage gezeigt. Alle Mitglieder meines Kompetenzbeirates waren davon überzeugt: Hier wird Integration gelebt, diese gelebte Integration fordern wir als Gesellschaft und deshalb fördern wir sie mit unserer Veranstaltungsreihe“, so Eberle.
In der Tat leben in den Hoffnungshäusern verschiedene Nationen, Religionen und damit auch verschiedene Kulturen zusammen. Die Hälfte der Mieter sind Einheimische, die andere Hälfte Geflüchtete. Alle müssen sich um diese Wohnungen bemühen und sich zu einem integrativen Miteinander verpflichten. „Wir sind besonders stolz darauf, dass dieses Miteinander quer durch alle Kulturen und Religionen hier gelingt“, sagt Denise Schechinger. Zusammen mit ihrem Mann freut sie sich darüber, dass die Hoffnungshäuser in Gmünd als Projektpartner der Talkreihe ausgewählt wurden. „Vieles, was wir hier für ein gutes Miteinander planen und realisieren, ist durch kein Budget der Stiftung abgedeckt. Deshalb sind wir in unserer Arbeit auf Spendenmittel angewiesen.“

„Zur Sache“, die Talkrunde der WWG Autowelt, GS-​Gastronomie und der Rems-​Zeitung, findet am 18. Oktober um 19.30 Uhr in der WWG Autowelt (Im Benzfeld 40) statt. Karten zu 15 Euro gibt es im Vorverkauf ab Mitte September in der WWG Autowelt, in der Villa Hirzel und in der Geschäftsstelle der Rems-​Zeitung. Mehr dazu: Rüdiger von Fritsch ist Talkgast bei „Zur Sache“

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