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Klimawandel: Regnet es im Ostalbkreis weniger?

Foto: Wolfgang Dirscherl_pixelio.de

Der Ostalbkreis ächzt derzeit unter einer Trockenperiode, zu lange hat es nicht geregnet, zu lange war es zu heiß. „Es regnet eben immer weniger“, hört man allenthalben – aber stimmt das eigentlich?

Freitag, 29. Juli 2022
Sarah Fleischer
1 Minute 10 Sekunden Lesedauer

„Im ganzen geht der Trend hin zu mehr Winterniederschlägen, und weniger Sommerniederschlägen. Diese sind dann allerdings kräftiger und gewittrig. Für den Sommer könnte man also sagen: Entweder es kracht gar nicht, oder gleich ordentlich“, so formuliert es Meteorologe Andreas Neumaier. Der Niederschlag gehe also nicht unbedingt zurück, aber er verteile sich anders. Dann werden Trockenperioden länger, in denen es vermehrt heiße Tage gibt – so wie in den vergangenen Wochen. Oft habe laut Neumaier der Niederschlag im Winter nicht ausgereicht, um die Schäden der langen Hitzeperioden wieder auszugleichen.
Davon betroffen sind nicht nur Gewässer, sondern auch Wälder und die Landwirtschaft. Durch lange Trockenperioden mit heißem Wetter trocknen Wälder, Felder und Gewässer häufiger aus, die Brandgefahr steigt, das Grundwasser sinkt.
„Solche langen Trockenperiode schwächen alle Pflanzen, ob Gräser, Büsche, Blumen oder Bäume“, sagt Johann Reck, Forstdezernent des Ostalbkreises. Besonders die Buche und die Fichte seien von der andauernden Trockenheit betroffen. „Bei uns Landwirten sind es die Futterwiesen, da schlaucht die Trockenheit stark“, schildert Hubert Kucher, Vorsitzender des Bauernverbandes Ostalb-​Heidenheim. Beim Wintergetreide reiche momentan noch die Feuchtigkeit in den Wintermonaten aus, um die Ernte nicht zu sehr zu schädigen.
Auf was man sich im Ostalbkreis Klima-​technisch einstellen müsse, vermag auch Neumaier nicht ganz genau zu sagen. „Es werden wohl einfach mehr Extreme werden. Hitze, Trockenheit und Gewitterstürme im Sommer, im Winter höhere Niederschläge.“

Wie Landwirte versuchen, wasserschonend zu arbeiten und warum man beim Klima auch immer über den Tellerrand hinausschauen muss, lesen Sie am Samstag in der Rems-​Zeitung.

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