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Ostalb: Wieder etwas mehr Arbeitslose im Juli

Foto: Gerd Altmann /​Pixabay

Trotz des saisonal üblichen leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil und aufnahmefähig. Das teilt die Aalener Arbeitsagentur mit. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt um 0,2 auf 2,4 Prozent.

Freitag, 29. Juli 2022
Alexander Gässler
2 Minuten 13 Sekunden Lesedauer

In Ostwürttemberg waren im Juli Menschen 8422 arbeitslos gemeldet. Das sind 76 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk liegt unverändert bei 3,3 Prozent. In Baden-​Württemberg nahm die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht zu. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 auf 3,6 Prozent.

„Wie jedes Jahr in den Sommermonaten verzeichnen wir einen leichten Anstieg in der Arbeitslosigkeit. Oftmals kommen in dieser Zeit Menschen zu uns, die gerade ihre Ausbildung oder ihre Bildungsmaßnahme beendet haben und erfahrungsgemäß gleich wieder nach den Sommerferien eine Anstellung finden“, erläutert Ralf Steeg, operativer Geschäftsführer in der Agentur für Arbeit Aalen.

Seit 1. Juni werden ukrainische Geflüchtete durch die Jobcenter betreut. Aktuell sind 1579 Geflüchtete im Jobcenter Heidenheim und im Jobcenter Ostalbkreis gemeldet. Das sind 44 Menschen mehr als im Vormonat. Insgesamt betreuen die beiden Jobcenter 4348 Menschen, was einen Anteil von 51,6 Prozent an allen Arbeitslosen ausmacht. In der Agentur für Arbeit Aalen mit den Geschäftsstellen Bopfingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim werden 4074 Menschen betreut.

So ist die Lage im Ostalbkreis:
Im Ostalbkreis waren im Juli 5588 Arbeitslose gemeldet – 2665 Frauen und 2923 Männer. Das sind 112 Arbeitslose oder 2,0 Prozent mehr als im Vormonat. Dennoch bleibt die Arbeitslosenquote im Juli stabil bei 3,1 Prozent. Das Jobcenter des Ostalbkreises betreut 2802 Menschen, 58 oder 2,1 Prozent mehr als im Vormonat.

So viele Stellen sind momentan frei:
„Die Gesamtnachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist in Ostwürttemberg nach wie vor hoch“, betont Agenturleiter Steeg. 941 neu zu besetzende Arbeitsstellen haben die Ostwürttemberger Betriebe den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur und der Jobcenter in diesem Monat gemeldet. Damit standen 5290 Arbeitsstellen zur Besetzung zur Verfügung. Aus dem Produktions– und Fertigungsbereich sind 1945 Angebote. Das entspricht 36,8 Prozent aller bei der Agentur für Arbeit Aalen gemeldeten Stellen. Sehr gefragt ist auch Personal für den Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit mit 927 Stellen sowie der Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung mit 700 Stellenangeboten.

So sieht es bei der Kurzarbeit aus:
Im Juli ist die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit im Vergleich zum Vormonat weiter rückläufig. Insgesamt zeigten sieben Betriebe für 38 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Juni waren es zwölf Betriebe für 102 Beschäftigte. Für den Januar liegen endgültige Zahlen vor, da alle Melde– und Abrechnungsfristen inzwischen abgelaufen sind. Somit haben 481 Betriebe im Januar Kurzarbeit umgesetzt und mit der Agentur für Arbeit abgerechnet. 2948 Menschen befanden sich in Kurzarbeit. Nach wie vor sind die am stärksten betroffenen Bereiche das verarbeitende Gewerbe, vor allem in der Metall– und Elektroindustrie, der Einzelhandel und die Gastronomie.

So ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt:
Mit 1375 noch freien Ausbildungsplätzen in unterschiedlichen Berufen bieten sich für Jugendliche beste Chancen für einen Ausbildungsbeginn im Herbst. Alle Schülerinnen und Schüler, die Fragen zum Thema Ausbildung oder Studium haben, dürfen sich unter Telefon 07361 /​575 170 oder per E-​Mail an Aalen.​BiZ@​arbeitsagentur.​de melden, um einen Termin mit der Berufs– und Studienberatung zu vereinbaren. Wer noch unschlüssig ist und spontan ein Praktikum in den Sommerferien sucht, wird eventuell auf prak​tikumswoche​.de fündig. Interessierte können so an fünf Tagen in fünf Berufe hineinschnuppern.

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