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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gmünd: Pure Verschwendung oder falscher Alarm?

Foto: astavi

Am Sonntag wird der Familien– und Freizeitpark auf dem Hardt eröffnet. Aber warum ließ die Stadt deshalb in der Sommerhitze Teiche anlegen und mit Wasser füllen? Das hat es damit auf sich.

Sonntag, 03. Juli 2022
Alexander Gässler
1 Minute 6 Sekunden Lesedauer

Die Stadt füllt das große Becken – und das meiste Wasser versickert einfach im Kiesbett. Was das wohl kostet?, fragen sich Anwohner. Warum wird so „verschwenderisch“ mit Steuergeld umgegangen? Und mit dem kostbaren Wasser? Nur damit pünktlich zur Eröffnung des Freizeitparks vielleicht ein paar Kinder darin plantschen können?

Aber nein, darum geht es gar nicht. Sondern um ein ökologisches Projekt, wie Markus Herrmann auf Nachfrage der Rems-​Zeitung sagt. Der Rathaussprecher erläutert: Auf dem Gelände wurden mehrere Mulden angelegt. Die größte, die am Donnerstag in der größten Sommerhitze gewässert wurde, fasst gut 120 Kubikmeter. Die Mulden dienen aber nicht zur Erfrischung, sondern als Regenwasserpuffer. Heißt: Sie sollen das Niederschlagswasser auf dem Gelände sammeln, damit es langsam versickern kann. Damit sich die Becken nicht zusetzen können, wurden sie mit Kiesschichten ausgebaut.

Es handelt sich also nicht um Teiche, sondern um Retentionsbecken, die das Regenwasser zurückhalten sollen. Ob das technisch funktioniert, wurde jetzt getestet. Um herauszufinden, ob die „Versickerungsquote“ stimmt, wurde Wasser vom nächsten Hydranten in das größte Becken geleitet.

Nach dem heißen Donnerstag war eigentlich vorgesehen, am Freitag nochmals zu testen, wie Herrman sagt. Weil aber in der Nacht ordentlich Regen fiel, wurde darauf verzichtet.

Übrigens: Das Hardtfest beginnt am Sonntag um 11 Uhr mit einem interreligiösen Gottesdienst. Ab 12 Uhr gibt es deutsche und internationale Speisen, dazu spielt der Musikverein Hussenhofen. Das Bühnenprogramm mit Vorführungen der Kindergärten, Schule, Senioren, Chöre, Tanzgruppen startet um 13 Uhr.

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