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Künstliche Hornhaut soll Blinde heilen

Ostalb

Foto: Linda Dahrmann_pixelio.de

Spenderhornhaut aus Kollagen von Schweinen führt in klinischen Versuchen zu einer deutlichen Verbesserung der Sehfähigkeit. Hat diese Methode Chancen?

Montag, 15. August 2022
Sarah Fleischer
58 Sekunden Lesedauer

Mit einer neuen Methode können Mediziner eine krankhaft veränderte Augenhornhaut stabilisieren und bei manchen Patienten das Sehvermögen wiederherstellen.Das berichten Mehrdad Rafat und Neil Lagali von der schwedischen Universität Linköping im Fachblatt „Nature Biotechnology“. Schätzungsweise 12,7 Millionen Menschen weltweit sind blind wegen einer Ver– letzung oder krankhaften Veränderung der Hornhaut. Ein Großteil dieser Menschen leidet an der Augenkrankheit Keratokonus, bei der die Hornhaut fortschreitend dünner wird und sich kegelförmig zuspitzt. Diese Hornhautverkrümmung kann das Sehen stark beeinträchtigen, bis hin zur Blindheit. Die Forscher entwickelten eine künstliche Hornhaut aus Kollagen, das aus der Haut von Schweinen gewonnen wird – ein Rohmaterial, das in großen Mengen zur Verfügung steht. Natürliches Kollagen, Hauptbestandteil von Gelatine, ist sehr weich und formbar. Um es steifer zu machen, erzeugten die Forscher chemisch und fotochemisch eine Vernetzung im Kollagen. Zudem testeten sie Bioverträglichkeit und Haltbarkeit.Klinische Versuche mit 20 Patienten im Iran und in Indien, wo es viele Keratokonus-​Kranke gibt, verliefen erfolgreich. 14 von ihnen waren zuvor blind gewesen, nach der Operation konnten alle wieder sehen.Gerd Geerling, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft bewertet die Studie positiv: „Die Forscher stellen ein durchdachtes Konzept vor, das auch die Rahmenbedingungen in vielen Ländern berücksichtigt.“
Mehr über die neuartige Methode und was genau die Vorteile sind, lesen Sie am Montag in der Rems-​Zeitung.