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„Nett“ gewinnt keine Spiele: Berg siegt mit 1:0 beim FCN

Foto: ri

Die Gmünder Normannia verliert zu Hause gegen den TSV Berg und kassiert in der Fußball-​Verbandsliga die zweite 0:1-Niederlage innerhalb von vier Tagen. Der entscheidende Treffer fällt erst in der 88. Minute.

Samstag, 20. August 2022
Thomas Ringhofer
1 Minute 38 Sekunden Lesedauer

Ernüchterung herrschte am Samstagnachmittag im WWG-​Sportpark. Innerhalb von acht Tagen rutschen die Gmünder um Trainer Zlatko Blaskic von der Tabellenspitze nach dem vierten Spieltag ins bedeutungslose Mittelfeld ab. Der FCN-​Coach war nach dem Schlusspfiff sichtlich bedient und sprach von einem „völlig unverdienten Sieg“ des TSV Berg: „Die Berger schießen kein einziges Mal aufs Tor. Ihnen hat aber ein Standard ausgereicht.“ Besagten Standard, eine von TSV-​Kapitän Dan Constantinescu getretene Ecke, wuchtete der eingewechselte Vlad Munteanu in der 88. Minute per Kopf unhaltbar für Yannick Ellermann ins linke, obere Toreck. Auf der anderen Seite hatten Kevin Kamara (69. Minute) und Jermain Ibrahim (89. Minute) je eine hundertprozentige Chance. Bei Kamara stand der Querbalken einem Erfolgserlebnis im Weg, bei Ibrahims Schuss aus fünf Metern klärte Berg auf der Linie.

Bei anfänglichem Regen zeichnete sich früh ab, dass Torchancen an diesem Nachmittag vor nur rund 200 Zuschauern Mangelware sein würden. Es sollte ein typisches 0:0-Spiel werden, bei dem am Ende doch noch irgendwie auf einer Seite ein Treffer fällt – zum Leidwesen der Gastgeber auf der falschen Seite. Und am Ende sprach der Normannen-​Trainer von einer ersten Hälfte, in der er nicht zufrieden mit seinen Mannen war, und von einer zweiten Hälfte, in der die Gmünder das Spiel in die Hälfte der Berger verlagern konnten – aber besagte Großchancen liegen ließen. Dabei hatte Kevin Kamara „den Ball schon im Tor gesehen“, wie er nach dem Abpfiff fast immer noch ungläubig bekannte.

Es spricht für Blaskic und seine Normannen, dass der Ausfall vieler Leistungsträger wie Alexander Aschauer oder Luca Molinari mit keiner Silbe erwähnt wurde. Und es spricht für den sichtlich enttäuschten Trainer, dass er sich auch nicht über die aggressive und robuste Gangart der Oberschwaben beschwerte: „Es war nie unfair. Es war Männerfußball und immer im Rahmen.“ Sein Gegenüber, Oliver Ofentausek, wollte die Spielweise seiner Elf nicht verteidigen, vielmehr zu erklären. „Gmünd ist eine der stärksten Mannschaften der Liga. Um mit unserer unerfahrenen Mannschaft bestehen zu können, mussten wir aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Wir waren aber nie unfair, haben keine Tacklings am Boden gemacht.“

Wie die Partie verlief und was die beiden Trainer noch sagten, lesen Sie in der Montagsausgabe der Rems-​Zeitung.

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