Direkt zum Inhalt springen

Nachrichten Ostalb

Ende des Neun-​Euro-​Tickets: Eine Bilanz für die Ostalb

Archiv-​Foto: fleisa

Am Mittwoch ist der letzte Tag des Neun-​Euro-​Tickets. Ob es eine Nachfolge geben wird, ist noch unklar. Wie die aussehen sollte, darüber haben Verkehrsunternehmen, Fahrgastverbände und Nutzer unterschiedliche Vorstellungen. In einem Punkt aber stimmen sie überein.

Montag, 29. August 2022
Sarah Fleischer
1 Minute 22 Sekunden Lesedauer

Genutzt wurde das Neun-​Euro-​Ticket ausgiebig, das zeigen nicht nur volle Busse und Züge, sondern auch die vorläufigen Verkaufszahlen: Alleine Ostalb-​Mobil verkaufte im Mai 3811, im Juni 9.231 und im Juli ca. 11 600 Neun-​Euro-​Tickets in den Bussen und Verbundservicestellen im Ostalbkreis, bislang also 24 642 Tickets. Für den August lägen die Zahlen noch nicht vor, so Geschäftsführer Paul-​Gerhard Maier. Aber man rechne mit einer weiteren Steigerung. „Nicht enthalten sind die Verkäufe an den Fahrausweisautomaten an den Bahnhöfen und Haltepunkten, an den Schaltern der Bahnhöfe in Aalen und Schwäbisch Gmünd und die Verkäufe über das Internet, also den DB-​Navigator.“ Es sei zu erwarten, dass diese deutlich über der Zahl der bisher verkauften Tickets liegen. Auf Anfrage teilt die Deutsche Bahn mit, dass man leider nur bundesweite Daten erhebe, nicht aber landes– oder kreisweite. Wie viele Neun-​Euro-​Tickets also insgesamt im Ostalbkreis erworben wurde, lässt sich nicht feststellen. Busunternehmen wie OK.go melden allerdings ebenfalls monatlich steigende Verkaufszahlen.
Profitiert haben dabei vor allem diejenigen, deren ÖPNV-​Abo automatisch zu einem Neun-​Euro-​Ticket wurde. Im gesamten Ostalb-​Mobil Gebiet seien das rund 25 500 Personen gewesen, so Maier, darunter 17 7000 Schüler, 4000 Azubis und 3800 Erwachsene.
„Unser Ziel ist es, dass ein solches Ticket alltagstauglich wird. Dazu muss der ÖPNV weiter ausgebaut werden“, sagt Ingrid Gottstein, Vorstand des Fahrgastbeirats Ostalbkreis. Auch bei Ostalb-​Mobil sieht man die Notwenidgkeit eines ÖPNV-​Ausbaus. Allerdings gebe es bislang kein Nachfolge-​Modell für das Neun-​Euro-​Ticket, das ohne hohe Subventionen auskomme, so Maier. Gestiegene Kosten für Diesel und Lohn müssten aber gedeckt werden. Hört man sich in Gmünd um, wünschen sich viele auch weiterhin ein zumindest landesweit gültiges Nahverkehrs-​Ticket und besser ausgebaute Verbindungen. Mit dem fürs kommende Jahr geplante 365-​Euro-​Ticket für Jugendliche kommt man dem in Baden-​Württemberg zumindest einen Schritt näher.

Interesse an der kompletten Digitalausgabe?
Die Rems-Zeitung gibt es auch online im Direktkauf bei iKiosk

14 Tage kostenlos und unverbindlich testen?
Das RZ-Probeabo - digital oder klassisch mit Trägerzustellung

2381 Aufrufe
329 Wörter
26 Tage 20 Stunden Online

Beitrag teilen


QR-Code
remszeitung.de/2022/8/29/ende-des-neun-euro-tickets-eine-bilanz/