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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Malteser in Gmünd bilden Geflüchtete aus Ukraine für Pflegedienst aus

Foto: bri

Der Malteser Hilfsdienst bietet in Schwäbisch Gmünd erstmals 20 Teilnehmerinnen aus dem vom Krieg zerrütteten Land die Möglichkeit, sich für einen Einstieg in die ambulante Pflege oder in stationäre Pflegeeinrichtungen zu qualifizieren. Einen vorbereitenden Deutschkurs haben die Frauen erfolgreich abgeschlossen – und blicken den Aufgaben, die nun in der Qualifizierungsrunde auf sie warten, freudig entgegen. Die Malteser empfangen die neuen Helferinnen in Zeiten des Pflegenotstands mit offenen Armen.

Donnerstag, 15. September 2022
Benjamin Richter
1 Minute 12 Sekunden Lesedauer

Einer Arbeit nachgehen, sich in der Gesellschaft einbringen – diese Wünsche der geflüchteten Ukrainer sind über deren Ansprechpartner in den Unterkünften oder das Landratsamt schon häufiger an Heiko Born, Bezirksgeschäftsführer für Nord– und Ostwürttemberg des Malteser Hilfsdiensts, herangetragen worden.
Auch am Mittwoch äußern Tetiana Kyselova und Raisa Kyrychenko ein ähnliches Ansinnen: „Ich habe schon in der Ukraine Kinder und ältere Menschen gepflegt und möchte auch hier denen helfen, die medizinische Hilfe brauchen“, sagt Kyselova.
Kyrychenko betont: „Die Pflegearbeit ist extrem wichtig und braucht jede Hand. Außerdem möchte ich die Werke von Schiller und Goethe im Original lesen.“
Diesem Ziel ist die Ukrainerin seit Juni ein gutes Stück näher gekommen: Binnen drei Monaten, so Born, hätten die 20 Teilnehmerinnen eines Deutschkurses in der Geschäftsstelle der Malteser in der Gmünder Marie-​Curie-​Straße das Sprachniveau A2 erreicht.
Mit dem Kurs sind die ukrainischen Frauen auf die Qualifizierungsreihe vorbereitet worden, zu deren Start Erster Bürgermeister Christian Baron und drei Malteser-​Kollegen aus Trier für Grußworte vorbeischauten und an deren Ende die nach Deutschland Gekommenen für die Arbeit in der ambulanten oder stationären Pflege befähigt sein sollen.

Auf welche Erfahrungen aus dem Jahr 2015 die Macher des Qualifizierungskurses beim Konzipieren des Projekts zurückgegriffen haben und warum mit Viktoriia Shchur selbst eine Geflüchtete das Projekt leitet, lesen Sie am Donnerstag in der Rems-​Zeitung. Die komplette Ausgabe ist auch online im iKiosk erhältlich.

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