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Unterkünfte für Geflüchtete im Ostalbkreis: „Zugangsstärkste Monate“ stehen noch bevor

Foto: picture alliance/​dpa | Stefan Puchner

Mit zwei neuen Gemeinschaftsunterkünften in Schwäbisch Gmünd und Unterkochen stockt der Ostalbkreis die Kapazitäten für ukrainische Geflüchtete von rund 800 auf 1100 auf. Hält der aktuelle Zulauf an, sind aber auch diese Quartiere in spätestens sechs Wochen voll. Jetzt liegt der Ball bei den Kommunen: Der Landrat hat sie aufgerufen, weitere Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen.

Samstag, 17. September 2022
Benjamin Richter
1 Minute 2 Sekunden Lesedauer

Mehr als 3000 Geflüchtete aus der Ukraine sind seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Ostalbkreis angekommen. Nicht eben wenig für einen Landkreis mit knapp über 300.000 Einwohnern – doch im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands dennoch unterdurchschnittlich.
Weil Bundesländer wie Bayern oder Berlin ihre Aufnahmequoten bereits erfüllt haben, die Geflüchteten sich jedoch in den ersten Monaten des Krieges weniger nach Baden-​Württemberg orientierten, bekommt das Land aktuell verstärkt Unterkunftssuchende aus der Ukraine zugewiesen.
Zwischen 50 und 80 seien es, die momentan jede Woche im Ostalbkreis eintreffen, sagt Susanne Dietterle, Sprecherin der Aalener Kreisverwaltung.
Wie sich der Platzbedarf in den Gemeinschaftsunterkünften im Kreis konkret entwickeln wird, lasse sich nicht zuverlässig abschätzen, schränkt Dietterle ein.
„Das ist abhängig von der Fluchtbewegung aus der Ukraine, der wöchentlichen Aufnahmequote des Ostalbkreises sowie der Zahl der Flüchtlinge, die in kommunalen Wohnraum vermittelt werden können“, setzt sie auseinander. Erfahrungsgemäß stünden mit dem Herbst die „zugangsstärksten Monate“ allerdings erst noch bevor.

Welche Reaktionen den Ostalbkreis nach dem Aufruf von Landrat Dr. Joachim Bläse bereits erreicht haben und wie es für die Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen weitergehen könnte, lesen Sie am Samstag in der Rems-​Zeitung. Die komplette Ausgabe gibt es online auch im iKiosk.

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