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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Aspen: Gmünd setzt auf eigene Windräder

Foto: tv

Lange Jahre waren Windkraftanlagen vielen ein Dorn im Auge. Energiekrise, Klimawandel und nicht zuletzt der Krieg in der Ukraine bringen eine neue Dynamik in den Ausbau Erneuerbarer Energien. Allein für den geplanten Technologiepark Aspen sollen nahe Schwäbisch Gmünd fünf Windkraftanlagen entstehen. Das Problem: die Zeit.

Sonntag, 18. September 2022
Thorsten Vaas
1 Minute 6 Sekunden Lesedauer

Über Schönheit gibt es viele Sprichwörter. Eines davon sagt: Schönheit hat ihren Preis. Heute weiß man: Es ist der Gaspreis. Politisch war es allzu einfach, billiges Gas per Pipeline aus Russland zu importieren. Erneuerbare Energien hingegen waren wenig sexy. Windkrafträder galten als grausige Verschandlung der Landschaft und Vogelscheuchen. Heute sind sie offensichtliche Wahrzeichen der Energiewende weg von Atomkraft und der Verbrennung fossiler Energieträger. Jahrelang lag der Windkraftausbau brach, obwohl diese Anlagen eine gigantische Menge Strom erzeugen. An der Küste wie an Land, im Norden wie im Süden in direkter Nachbarschaft zu Schwäbisch Gmünd, wo 16 dieser Monumente im Windpark Lauterstein (Landkreis Göppingen) genug Strom für 34.000 Haushalte erzeugen. Zählt man drei weitere Anlagen auf dem Falkenberg dazu, ist es nicht nur der größte Windpark Baden-​Württembergs, „sondern auch der ertragsstärkste“, sagt Benjamin Boy von der Firma wpd, die die Anlagen betreibt. Wer weiß: Vielleicht stehen nebenan einmal Windräder aus Schwäbisch Gmünd, um den geplanten Technologiepark Aspen mit grünem Strom versorgen? Ob hier oben, oder andernorts, am besten bald. Andernfalls wird es schwierig, Investoren für Aspen zu finden.

Mindestens fünf Windkraftanlagen sollen als „Dreh– und Angelpunkt für die langfristige Versorgung“ von Aspen entstehen, sagt Markus Herrmann, Sprecher der Gmünder Stadtverwaltung. Dort im Rathaus drängt die Zeit. Mehr über den Windkraft-​Ausbau, Aspen und die Energiewende lesen Sie am Montag in der Rems-​Zeitung.

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