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Nachrichten Rechberg

Zukunft der Landwirtschaft? Roboter-​Augen ersetzen Chemie

Foto: Timo Grupp

Angesichts gesetzlicher Verbote von Herbiziden, die in den kommenden Jahren in Kraft treten, suchen viele Landwirte nach neuen Methoden, um ihre Kulturpflanzen vor Unkrautbefall zu schützen. Einen Ausweg bietet die Robotik: Geschulte Technik kann gewollte von schädlicher Vegetation unterscheiden — Stichwort „Deep Learning“.

Donnerstag, 22. September 2022
Benjamin Richter
1 Minute 9 Sekunden Lesedauer

Die Tage des Glyphosats als chemische Allzweckwaffe auf deutschen Feldern sind gezählt. Der farb– und geruchlose Feststoff, der Unkräutern effektiv den Garaus macht, aber durch verschiedene Studien auch mit erhöhten Risiken von Krebs und ADHS bei Aufnahme durch den Menschen in Verbindung gebracht wurde, darf hierzulande ab 2024 nicht mehr zum Einsatz kommen.
Das stellt viele Landwirte vor die knifflige Frage: Wie können Weizen, Mais und Co. in Zukunft vor leidigen pflanzlichen Nachbarn geschützt werden, die ihnen Nährstoffe, Platz und Licht streitig machen?
An dieser Stelle setzt das Konzept der Firma „farming revolution“ an. Zwei ihrer Maschinen bieten derzeit auf den Feldern bei Rechberg einen recht ungewöhnlichen Anblick: Es handelt sich um Agrar-​Roboter mit je vier Rädern, auf deren Achsen mehrere miteinander verkabelte Kästen ruhen.
Die Fahrzeuge rollen selbstständig über den Acker – und befreien diesen von sämtlichen Pflanzen der Kategorie „Unkraut“. „Dahinter steckt eine komplexe Bilderkennung“, erläutert Timo Grupp vom Entwicklungsteam des Hersteller-​Unternehmens: Die Software des Roboters ist vorab mit mehr als 18 Millionen annotierten Fotos von Nutzpflanzen und Unkräutern gefüttert worden.
Auf diese Weise sei dem Deep-​Learning-​Algorithmus eingeschärft worden, wie er mit seiner Kamera gewollte und schädliche Vegetation auseinanderhalten könne. Die aufgenommenen Bilder klassifizieren die technischen Helfer in Sekundenbruchteilen.

Worauf die Entwickler bei der Gestaltung der Roboter Wert gelegt haben und mit welcher elektrischen Leistung die Maschinen auskommen, lesen Sie in der Rems-​Zeitung vom 22. September. Die komplette Ausgabe gibt es online auch im iKiosk.

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