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Größere Kitagruppen: Kritik auch von Kitas im Ostalbkreis

Foto: picture alliance /​Zoonar | OKSANA SHUFRYCH

Die Landesregierung will die „hohen Standards“ in den Kitas senken, um Betreuungsplätze sicher zu stellen. Das sorgte in Fachkriesen für Ärger. In Kitas in und um Schwäbisch Gmünd kann man das verstehen – sieht aber auch die andere Seite.

Freitag, 30. September 2022
Sarah Fleischer
1 Minute 3 Sekunden Lesedauer

Um jedem Kind einen Betreuungsplatz anbieten zu können, hatte die baden-​württembergische Landesregierung daher beschlossen, den Betreuungsschlüssel erneut zu ändern. „Kein Weltuntergang“ sei es laut Lena Schwelling, Landesvorsitzende der Grünen, wenn die Gruppengrößen in den Kitas dann etwas wachsen würden. Diese Aussage hatte bei vielen Kitafachkräften für Verärgerung gesorgt. “Es ergibt sich aus dieser Aussage der Eindruck, dass noch alles eitel Sonnenschein und die Kitawelt in Ordnung ist”, kritisiert Anja Braekow, 1. Vorsitzende des Verband Kita-​Fachkräfte Baden-​Württemberg, in einer Pressemitteilung.
In Schwäbisch Gmünd und Umgebung ist man ebenfalls kritisch, zeigt aber auch Verständnis. „Ich bin da wirklich zwiegespalten“, meint Stephan Spiegel, Geschäftsführer der Wippidu e.V. in Schwäbisch Gmünd. „Es steht die Qualität der Betreuung dem Bedarf an Plätzen gegenüber. Unsere Ressourcen sind eben endlich.“ Ähnlich sieht es auch Anna Schöberl, Kindergartenbeauftragte der katholischen Kirchengemeinde Waldstetten. „Man muss natürlich immer auf die Bedingungen in den Gruppen achten und von Fall zu Fall entscheiden.“ Grundsätzlich sei aber Flexibilität nicht schlecht, auch um die Schließung von Gruppen zu vermeiden.
Spiegel und Schöberl verweisen außerdem auf das im bundesweiten Vergleich sehr hohe Niveau der Kitastandards in Baden-​Württemberg. „In anderen Bundesländern funktioniert es ja auch.“

Was man in Heuchlingen und Waldstetten dazu sagt und was Braekow befürchtet, steht am Samstag in der Rems-​Zeitung.

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