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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Wie lange bleibt Pistorius Verteidigungsminister?

Foto: Gemen64 /​pix​e​lio​.de

Es gibt ein paar Fakten, die man über Boris Pistorius wissen muss. Der neue Bundesverteidigungsminister gilt als humorvoller Zeitgenosse, der anderen gerne mal einen Streich spielt.

Sonntag, 22. Januar 2023
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 6 Sekunden Lesedauer

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland überliefert von ihm die Anekdote aus dem Wahlkampf 2021, als er sich auf dem Flur des Bundesratsgebäudes als Kanzlerkandidat Armin Laschet ausgibt und die Verwechslung erst kurz vor Beginn eines Live-​Interviews auflöst. Wie er das geschafft hat? Die Ähnlichkeit der beiden Politiker ist dermaßen verblüffend, dass nun sogar international über die als Boris-​Laschet-​Paradoxon bekannte Spiegelung diskutiert wird. Gibt es Boris Pistorius wirklich, oder ist es nur Laschets zweiter Versuch, unter falschem Namen bundespolitisch was zu reißen? Auf Twitter fragt man sich: „Hat eigentlich schon mal jemand Armin Laschet und Boris Pistorius im gleichen Raum gesehen?“ Eine berechtigte Frage, die ein anderer Twitter-​Nutzer aus der nüchternen Buchhalter-​Ecke sehr pragmatisch kommentiert: „Solange nicht zweimal Diät bezogen wird, geht das schon klar.“ Nun aber genug gekalauert. Lachen kann einem nämlich auch den Spaß verderben. Weiß Laschet.

Boris Pistorius ist Bundesverteidigungsminister. Ist das wieder einer seiner schelmischen Witze? Plant er schon den nächsten Coup? Wahrscheinlich narrt Ulknudel Pistorius einfach wieder alle. Er gibt sich als Chef der Bundeswehr aus, weil er insgeheim einfach keine Lust mehr aufs Politbusiness hat. Wer Verteidigungsminister wird, darf garantiert bald die weiße Fahne hissen und in die lang ersehnte Pension gehen. Man denke nur an Annegret Kramp-​Karrenbauer, die alle kurz AKK nannten, weil sie gar nicht lange genug im Amt war, um ihren Namen vollständig auszusprechen. Oder an ihre Nachfolgerin, ja genau, Social-​Media-​Influencerin Christine Lambrecht – ach, man muss nicht wiederholen, dass sie alles dafür getan hat, um endlich den Hebel für den Schleudersitz zu finden. Sie alle haben’s schnell geschafft. Wie lange braucht Boris Lasch – pardon: Pistorius dafür? Was wird sich der ehemalige niedersächsische Innenminister einfallen lassen? Angeblich kann er Heinz Erhardt imitieren.

Böse Zungen behaupten, das Amt des Verteidigungsministers habe gewisse Ähnlichkeit mit der Halbwertszeit VfB-​Stuttgart-​Trainers. Vielleicht liegt es am Fluch des Amtes, oder auch an sprachlichen Blendgranaten im Militärjargon, die den Feind wahrscheinlich in Angst und Schrecken versetzen sollen. Beispiel gefällig? Stellen Sie sich vor, sie werden Verteidigungsminister, oder –ministerin. Man legt Ihnen ein streng geheimes Dokument auf den Tisch. Darauf steht: KdoOpFüEingrKr. Und jetzt? Sehen Sie. Das ist alles andere als einfach. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten. Man unterschreibt einfach. Geht schnell, kann aber teuer werden. Oder man engagiert Berater, die einem Buchstabe für Buchstabe erklären, was um Himmels Willen diese Abkürzung zu bedeuten hat. Das dauert länger, ist noch teurer, aber Geld spielt dank eines Sondervermögens keine Rolle. Wer Angst hat, dass solche Beratertätigkeiten ans Licht kommen, wählt Option drei: Mit dem Fahrstuhl die Stockwerke im Ministerium abklappern, vielleicht kann jemand KdoOpFüEingrKr übersetzen. Vielleicht braucht es an der Spitze des Verteidigungsministeriums auch bloß jemanden mit Erfahrung? Jemand, der sich auskennt? Wie wäre es mit dem Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter aus dem benachbarten Wahlkreis Aalen? Immerhin war er vor seiner Zeit im Berliner Parlament Berufssoldat und zuletzt Oberst im Kommando Operative Führung Eingreifkräfte – dem KdoOpFüEingrKr. (Franz Kaspar)

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