Stammzellenspende: Die Geschichte von Daniela aus Böbingen

Ostalb

Foto: Barthle

Alle 12 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Eine davon ist Daniela Barthle aus Böbingen. Das einzige, was Aussicht auf Heilung verspricht, ist eine Stammzellenspende. Derzeit sucht Daniela nach einem passenden Spender.

Samstag, 28. Januar 2023
Sarah Fleischer
76 Sekunden Lesedauer

Es war der 20. Dezember 2022, an dem sich für Daniela Barthle und ihre Familie alles veränderte. An diesem Tag bekam sie die Diagnose: Akuter Blutkrebs. „Das war nachmittags um vier, am nächsten Morgen musste ich sofort in Isolation nach Mutlangen“, erinnert sie sich bei einem Telefonat. „Es war wie ein Schlag ins Gesicht.“ Im Sommer erst war ihr Vater gestorben, den sie gepflegt hatte. Hinzu kam die Vollzeitpflege ihres älteren Sohnes Christian, der seit seiner Geburt eine Behinderung hat. „Die Müdigkeit, der gelegentliche Schwindel – ich dachte, das wäre der Stress.“ In Wirklichkeit waren es erste Symptome ihrer Erkrankung.
Seit dem 21. Dezember ist Daniela im Stauferklinikum auf Station 13, der Onkologie, und bekommt unter den wachsamen Augen von Prof. Dr. Holger Hebart und seinem Team ihre erste Chemotherapie. Sie ist eine von derzeit fünf Leukämie-​Patienten auf der Station. „Das sind recht viele, Blutkrebs ist eigentlich eine seltene Krebsart“, ordnet Dr. Hebart ein. Auf seiner Station habe man rund 25 Leukämie-​Patienten im Jahr. Die einzige Therapie ist eine Stammzellenspende. Dazu haben Danielas Mann Stefan und ihr jüngerer Sohn René eine Spendenaktion bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ins Leben gerufen: „Held:in für Daniela gesucht“. Wer zwischen 17 und 55 Jahre alt und gesund ist, kann sich mit einem einfachen Mundabstrich registrieren lassen und so vielleicht Spender oder Spenderin werden – nicht nur für Daniela.

Wie es ihr jetzt geht, was noch auf sie zukommt und wie genau eine Stammzellenspende funktioniert, lesen Sie am Samstag in der Rems-​Zeitung. Auch als digitale Ausgabe am iKiosk.