Wissen: Der Grüne Star
Foto: Lisa Spreckelmeyer /pixelio.de
Der Grüne Star ist eine häufige Erkrankung, die zur Erblindung führen kann. So weit muss es nicht kommen, erklären Ärzte zur „Woche des Sehens“.
Mittwoch, 11. Oktober 2023
Sarah Fleischer
44 Sekunden Lesedauer
Der Grüne Star ist eine tückische Erkrankung: Langsam aber sicher gehen die Sehnerven und Nervenfasern, die die optischen Reize zum Gehirn leiten, zugrunde. Viele glauben, sie würden bei einem Glaukom schwarze Flecken sehen – doch in Wahrheit sind die Anzeichen dieser schweren Augenerkrankung viel subtiler, sagt Ve– rena Prokosch von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Es beginnt mit fehlenden Umrissen im Gesichtsfeld, die aber anfangs von den Betroffenen nicht erkannt werden, weil ihr Gehirn diese Ausfälle automatisch durch ähnliche Strukturen ersetzt. Die einsetzende Erblindung wird also meist erst spät entdeckt, sagt die Expertin Prokosch, die am Zentrum für Augenheilkunde des Uniklinikums Köln arbeitet. Nicht selten zu spät. Es sind Augenerkrankungen wie diese, über die Augenärzte sowie Blinden– und Sehbehindertenverbände mit einer bundesweiten Informationskampagne namens „Woche des Sehens“ vom 8. bis 15. Oktober aufmerksam machen wollen.
Möglichkeiten zur Frühdiagnose und Therapie finden Sie am Mittwoch auf der Wissens-Seite der Rems-Zeitung.