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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Reportage: Das Ginkgobäumchen aus Hiroshima

Foto: fg

Bäume gelten als starke Symbole der Hoffnung. Das weiß man nicht erst seit Martin Luthers Apfelbäumchen. Ganz besonders gilt das für den Gingkobaum, der am Gmünder Josefsbach gepflanzt wurde. Der Baum ist nämlich ein Abkömmling eines Gingkos, der etwa 1,3 Kilometer weit vom Epizentrum der Atombombenexplosion von Hiroshima entfernt steht.

Sonntag, 08. Oktober 2023
Franz Graser
57 Sekunden Lesedauer

Der Hiroshima-​Gingko wurde am Morgen des 6. August 1945 bei der Explosion der Atombombe „Little Boy“ schwer in Mitleidenschaft gezogen. An der Form des Baumes, der 1370 Meter entfernt vom Epizentrum der Atombombenexplosion in einem Park steht, lässt sich die Abfolge der Ereignisse dieses schicksalhaften Morgens gut nachvollziehen, wie Wolfgang Schlupp-​Hauck, ehemaliger Vorsitzender der Friedenswerkstatt Mutlangen, erläutert: „Durch die Druckwelle, die die Bombe erzeugt hat, sind die Bäume zuerst stadtauswärts gebogen worden. Die Hitze und die Strahlung haben dann die zur Stadtmitte gewandte Seite verbrannt und verstrahlt. Der Feuersturm, der dann über die Stadt hereinbrach, erzeugte danach einen Sog, durch den die Bäume wieder nach innen zur Stadtmitte hin geneigt wurden.“

Einige verkohlte Bäume haben im Jahr darauf wieder ausgetrieben. „Für die Menschen von Hiroshima war das ein besonderes Hoffnungszeichen“, weiß Brigitte Schlupp-​Wick, die sich zusammen mit ihrem Mann Wolfgang Schlupp-​Hauck für Frieden und atomare Abrüstung einsetzt.

Wie ein Ableger des Baumes nach Schwäbisch Gmünd gekommen ist, erzählt unsere Reportage in der Wochenendbeilage der Rems-​Zeitung.

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