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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Hallenbad-​Beschluss noch im November? Neue Standort-​Ideen im Gespräch

Fotomontage: rz

Zwei Ortstermine – im alten Hallenbad sowie am designierten Standort für einen Neubau im Schießtal – haben zwar manche Fragen beantwortet, aber auch neue Fragen und Ideen ins Spiel gebracht. Am Mittwoch, 22. November, wird erneut über das Thema diskutiert — und dabei geht es auch um weitere denkbare Standorte für den Neubau auf dem Bud-​Spencer-​Bad-​Areal. Die Rems-​Zeitung hat das Thema kommentiert!

Mittwoch, 22. November 2023
Gerold Bauer
1 Minute 55 Sekunden Lesedauer

Ab 16.30 Uhr steht im Gmünder Rathaus am Mittwoch, 22. November, erneut eines der ganz großen Zukunftsthemen der Stadtentwicklung im Verwaltungs-​/​Eigenbetriebsausschuss des Gemeinderats auf der Tagesordnung: Wird das an mehreren Stellen marode und energetisch alles andere als zeitgemäße Hallenbad in der Goethestraße trotz Bedenken des Gutachters Dr. Jochen Fritz saniert oder konzentriert man sich auf die Planung eines Neubaus auf dem Areal des Bud-​Spencer-​Freibads? Findet sich noch vor Ablauf des Monats, wie von der Stadtverwaltung erwünscht, eine Variante, die von einer breiten Mehrheit des Gemeinderats mitgetragen wird?

Lesen Sie mehr zum Thema in der RZ-​Ausgabe vom 22. November — und gleich hier online und gratis auch den RZ-​Kommentar in voller Länge:

Kommentar

Auf die richtige Reihenfolge kommt es jetzt an

Warum es sich lohnt, über alle Ideen für die Platzierung des Hallenbad-​Neubaus im Bud-​Spencer-​Bad nachzudenken, statt etwas übers Knie zu brechen

Von Gerold Bauer

Das erste Gmünder Hallenbad wurde rund 75 Jahre nach seiner Eröffnung abgebrochen, das Bad in der Goethestraße wird – wenn man die Stimmung im Gemeinderat richtig deutet – wahrscheinlich den 60. Geburtstag nicht erleben. Diese Zahlen sagen vor allem eines: Bei einem Hallenbad handelt es sich um ein Projekt, das für Jahrzehnte Bestand haben und daher nachhaltig geplant werden muss. Eine Entscheidung übers Knie zu brechen oder aus rein emotionalen Motiven heraus zu treffen, wäre wenig zielführend.
Gut beraten ist der Gemeinderat, wenn die Entscheidungsfindung nun in der richtigen Reihenfolge abläuft. Soll heißen, dass dabei nach dem Ausschlussverfahren erst einmal festgelegt wird, was man auf gar keinen Fall haben will. Der erste Schritt muss also angesichts der unmissverständlichen Empfehlungen des Gutachters sein, die Sanierung des Hallenbads in der Goethestraße als unwirtschaftlich abzuhaken.
Bevor man sich danach aber über eine exakte Platzierung des Neubaus im Schießtal die Köpfe heiß redet, muss klar sein, wie groß das neue Bad überhaupt werden und wie es ausgestattet sein soll. Mit Sauna? Mit Gastronomie? Wie lang wird das Becken? Und dies immer eingedenk dessen, dass die städtischen Finanzen der Wunschliste ein Limit entgegen setzen.
Wenn die Dimensionen des Baukörpers schließlich bekannt sind, wird zu prüfen sein, wo dafür überhaupt der Platz reicht. Auch die neue Idee einer Anordnung parallel zur Straße verdient eine ernsthafte Betrachtung. Am Ende bleibt im günstigsten Fall genau eine Variante (vielleicht auch eine zweite) übrig, die sich Gmünd leisten kann und die auf eine vernünftige Weise im Schießtal-​Bad platziert werden kann.


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