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Mustafa Al-​Ammar verlässt CDU Ostalb und macht Frust Luft

Foto: CDU Ostalb

Am Kreisverband der Christdemokraten lässt Mustafa Al-​Ammar nach seinem Rücktritt als Integrationsbeauftragter kaum ein gutes Haar. Es gebe bei der CDU Ostalb für die Integration keine klare Strategie – und sein langjähriges Engagement für Gleichberechtigung und gegen Judenhass werde nicht anerkannt.

Freitag, 24. November 2023
Benjamin Richter
1 Minute 20 Sekunden Lesedauer

„Warum stellen Sie sich so oft zur Wahl? Warum kandidieren Sie gegen andere?“ Diese Fragen, legt Mustafa Al-​Ammar in einem Presseschreiben dar, habe die neue Kreisvorsitzende der CDU Ostalb, Heike Brucker, an ihn gerichtet.
In seinen Augen ein No-​Go in einer demokratischen Partei. „Es gab keinerlei Unterstützung für meine Kandidatur als Beisitzer im Landesvorstand“, berichtet Al-​Ammar, der sich gezwungen sah, sich allein auf die Liste zu setzen.
Weil die Differenzen zwischen ihm und der CDU Ostalb aber weit über diese Personalfrage hinausreichen, auf Themen wie Integration und Gleichberechtigung in der Gesellschaft, habe er sich entschieden, von seinen Posten als Beisitzer und Integrationsbeauftragter im Kreisvorstand der Christdemokraten zurückzutreten, teilt Al-​Ammar weiter mit.
Wie reagiert die CDU Ostalb auf die Kritikpunkte – die der aus dem Irak stammende Schechinger ausdrücklich nicht als Vorwürfe, sondern als Fakten verstanden wissen will? „Der CDU-​Kreisvorstand hat einmütig beschlossen, Herrn Al-​Ammar nicht als Kandidat aufzustellen“, erklärt die CDU im Kreis mit Blick auf den Landesparteitag vergangene Woche in Reutlingen.
„Mustafa Al-​Ammar ist Dauerkandidat auf Parteitagen auf Landes-​, Bezirks– und Kreisebene. Er stellt sich und nicht die Integration in den Mittelpunkt“, urteilen die CDU-​Kreisvorstände. Daran, dass er auf dem Landesparteitag wieder eines der schlechtesten Wahlergebnisse aller Delegierten erhalten habe, sei dies zuletzt wieder deutlich geworden.
Die eingangs zitierten Fragen, heißt es aus der Partei weiter, habe Heike Brucker nicht an Al-​Ammar gerichtet, sondern lediglich objektiv festgestellt, dass er ein Dauerkandidat sei.

Welchen weiteren Vorwurf Mustafa Al-​Ammar in Bezug auf ein beim Reutlinger Landesparteitag angefertigtes Gruppenfoto vorbringt und wie der Kreisvorstand der CDU Ostalb auf die Kritik einer mangelhaften Strategie beim Thema Integration reagiert, lesen Sie am Samstag in der Rems-​Zeitung. Die komplette Ausgabe ist auch online erhältlich, im iKiosk.

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