Dieter Neubrandt: Gelernter Buchdrucker mit vielseitigen Interessen

Schwäbisch Gmünd

Foto: gbr

Nach 33 Arbeitsjahren wurde bei der Rems-​Zeitung Dieter Neubrandt in den Ruhestand verabschiedet. Als „Producer“ war er das Bindeglied zwischen Druckerei und RZ-​Technikabteilung und sorgte dafür, dass der Datenaustausch reibungslos und pünktlich vonstatten ging.

Freitag, 01. Dezember 2023
Gerold Bauer
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RZ-​Verlegerin Kerstin Sigg dankte dem ausscheidenen Mitarbeiter für seinen Einsatz und wünschte ihm alles Gute. Gemeinsam erinnerten sich die Chefin, der Redaktionsleiter und der Betriebsrat daran, wie Dieter Neubrandt vor über 30 Jahren noch mit Skalpell und Wachskleber feinsäuberlich Druckvorlagen auf Montagebögen platzierte. Die Technik hat sich weiterentwickelt und der Computer wurde sein Handwerkszeug.
Dieter Neubrandt war einer der letzten, die noch das traditionelle Handwerk des Buchdruckers gelernt haben. Nach der Ausbildung ging es auf eine weiterführende Schule und danach wieder ins Berufsleben, weil er schon in jungen Jahren Vater wurde. Zwar verbrachte er seit dieser Zeit sein komplettes Berufsleben in der Zeitungsproduktion, dem erlernten Beruf blieb er dennoch treu und betreibt bis heute eine kleine Druckerei in Leinzell.
Aber nicht nur die Druckerschwärze hatte es dem nun frischgebackenen Ruheständler angetan. Dank einer künstlerischen Ader hat Dieter Neubrandt privat immer gerne gemalt. Nicht nur auf dem Papier übrigens, sondern auch mit Tönen, wenn er auf der Gitarre seinem Faible für den klassischen Blues Ausdruck verleiht.
Weil seine Eltern in Heidenheim eine Vereinsgaststätte führten, war ihm die Nähe zum Fußball fast in die Wiege gelegt. Im Tischfußball und im Billard gab es nur wenige, die ihn besiegen konnten. Dazu kam die Leidenschaft fürs Motorradfahren. Aus der rasanten Suzuki, die er beim Eintritt in die Dienste der Rems-​Zeitung noch fuhr, wurde mittlerweile allerdings eine gemütliche Moto Guzzi „California“.
Man erkennt schnell, dass es Dieter Neubrandt als Rentner nie langweilig werden wird. Dies liegt nicht zuletzt auch an seiner Patchwork-​Familie mit zusammen fünf Kindern und zwei Enkeln. Den Kontakt zur Rems-​Zeitung wird der bald 66-​Jährige auch nicht so schnell verlieren. Denn seine Ehefrau Karin, die er als Kollegin kennenlernte, ist ein paar Jahre jünger und muss noch etwas auf den Ruhestand warten.