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So Ebbes: Ääähm…

Foto: picture alliance /​complize/​Shotshop | complize

Ideenlosigkeit und Unkreativität beim Schreiben sind nervig. Vor allem, weil sie immer dann auftreten, wenn man gerade dringend eine Eingebung bräuchte, um den vorgesehenen Platz zu füllen…

Mittwoch, 13. Dezember 2023
Sarah Fleischer
58 Sekunden Lesedauer

Das war schon in der Schule so: Während alle anderen in der Deutsch-​Klausur eifrig schrieben und Seite um Seite Goethes literarische Ergüsse auseinandernahmen, fand man selbst nach anderthalb Stunden und zweieinhalb Seiten nichts mehr, was man noch schreiben könnte. Ganz nach dem Motto „Fasse dich kurz!“, das noch bis vor 50 Jahren Telefonzellen zierte – die die Kolumnistin als Kind der späten 90er freilich nie benutzt hat. Verinnerlicht ist der Grundsatz dennoch. Glücklicherweise schlug sich dieser gelegentliche Anfall von Kreativlosigkeit nie in den Deutschnoten nieder. Auch Ansichtskarten aus dem Urlaub fallen in diese Kategorie – für ausführliche Berichte sind sie zu klein, alles andere ist banal – was soll man da schreiben? „Viele Grüße aus XYZ“ steht ja vorne meist schon drauf. Das Problem von „zu viel Platz, zu wenig Text“ zieht sich weiter in den Beruf: Was tun, wenn man eine dreiviertel Seite zu füllen hat, die entsprechenden Presseanfragen aber nach dem obigen Motto – oder manchmal einfach gar nicht – beantwortet werden? Zeilen schinden? Platz für die Kreativität des Lesers lassen? Da sitzt man dann und versucht irgendwie… Ach guck, Platz gefüllt.

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