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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

So ebbes: Fliegerlatein

Foto: Arkadius Neumann/Pixelio.de

Wer in Gmünd lebt, hat sich daran gewöhnt, dass es ab und an ein „Knälle“ gibt – meist im Sommer und um die Mittagszeit, wenn die Jahrgangsfeste anstehen. Doch wenn’s im Spätherbst am späten Vormittag knallt, und zwar so, dass allenthalben die Fensterscheiben scheppern, dann liegt der Fall etwas anders.

Donnerstag, 14. Dezember 2023
Franz Graser
50 Sekunden Lesedauer

Der Verdacht lag nahe, dass eine Rotte Eurofighter hoch am Himmel die Schallmauer durchbrochen hat, was die Streitkräfte auch wenige Stunden später bestätigten. Glücklicherweise ist es lange nicht mehr so schlimm wie in den achtziger Jahren, wo man jeden Moment gewahr sein musste, dass Tiefflieger am Himmel auftauchten – Profis erkannten damals schon am Geräusch, ob sich eine „Phantom“ oder ein „Tornado“ näherte. Unvergessen ist auch das pfeifende Triebwerksgeräusch der amerikanischen A-​10, die im Langsamflug über die Baumwipfel streifte – mitunter sogar so tief, dass man jede Schraube am Rumpf sehen konnte.

Für gerunzelte Stirnfalten sorgt aber die Tatsache, dass für die Eurofighter, die sich am Dienstag nachdrücklich akustisch bemerkbar machten, ein Übungsgebiet namens „Allgäu“ definiert wurde, in dem sich die Flieger tummeln und auch Luftbetankung üben durften. Die Frage sei erlaubt: Seit wann, bitte, liegt Schwäbisch Gmünd im Allgäu? Oder ist das einfach Fliegerlatein, weil es hier nicht ganz flach ist?

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