Chronik von St. Ludwig: Historisches Werk mit aktuellem Bezug

Schwäbisch Gmünd

Foto: hs

Mit der Chronik von St. Ludwig beleuchtet der Autor und Historiker Hans-​Jürgen Sabel die Geschichte einer Institution, die die Stadt geprägt hat. Einst als Bildungseinrichtung für Mädchen gegründet, diente der Bau auch als Krankenhaus. Bis 1966 diente as Gebäude als Klinik für den Kreis Schwäbisch Gmünd. Schon damals entbrannte ein Streit um das Klinikwesen in der Region.

Samstag, 02. Dezember 2023
Franz Graser
57 Sekunden Lesedauer

St. Ludwig blickt auf eine rund 130-​jährige Geschichte zurück. Das stadtbildprägende Gebäude wurde 1892 von den Franziskanerinnen von Sießen als Bildungseinrichtung und „Nähschule“ für Mädchen erbaut. In beiden Weltkriegen diente St. Ludwig nach Beschlagnahmung als Lazarett und Hilfskrankenhaus. Ehe 1955 in der Nachbarschaft das Hans-​Baldung-​Gymnasium eröffnet wurde, bildeten Teile von St. Ludwig auch die Gmünder Mädchenoberschule.
Von Kriegsende bis 1966 war das Hauptgebäude Kreiskrankenhaus für den Kreis Schwäbisch Gmünd. Rund 1000 Kinder pro Jahr erblickten dort das Licht der Welt. Damals entbrannte ein heftiger Streit zwischen Stadt und Landkreis, wie es mit dem Klinikwesen weitergehen sollte. Gmünd beharrte auf städtischer Regie und einem zentralen Neubau, wofür das Gelände des heutigen Schulzentrums Strümpfelbach anvisiert war. Sogar die Landesregierung schaltete sich ein. So wurden letztlich die Weichen zugunsten des Neubaus in Mutlangen gestellt.
Diese Episode nahm Oberbürgermeister Richard Arnold bei der Buchvorstellung zum Anlass, um den Bogen zur aktuellen Klinik-​Diskussion zu schlagen.

Welche Parallelen der OB zur aktuellen Debatte sieht, lesen Sie in der Montagsausgabe der Rems-​Zeitung.