Gemeindesaal in St. Michael in Gmünd wird zum Winterspielplatz

Schwäbisch Gmünd

Foto: gbr

Für Eltern mit kleinen Kindern bis zum Alter von sechs Jahren gibt es unter der St.Michaelskirche in der Weststadt von Schwäbisch Gmünd einen offenen Treff. Das „Coffee-​Bike“, das sonst am normalen Spielplatz stand, leistet auch im Gebäude gute Dienste und verbreitet einen heimeligen Duft.

Samstag, 02. Dezember 2023
Gerold Bauer
82 Sekunden Lesedauer

Kinder im Alter bis zu sechs Jahren können im neu eingerichteten Winterspielplatz in Begleitung von Müttern, Vätern oder Großeltern nach Herzenslust spielen. Es gibt eine Krabbelecke, einen Bewegungsbereich, eine Leseecke, Bastelangebote, ein Café für die Erwachsenen und noch einiges mehr. Eine professionelle Kinderbetreuung findet nicht statt; das machen die Angehörigen.
„Manches ergibt sich auch noch im Laufe der Zeit. Einige Mütter haben schon Ideen, wie sie ein Programm gestalten können. Andere wollen zu Hause backen und zum Beispiel Muffins für alle mitbringen“, freut sich die katholische Pastoralreferentin Ronja Pergialis über die gute Resonanz, die dieses neue Angebot in der Weststadt erfährt. Auch die Anregung dazu sei ja von den Eltern selbst gekommen, erzählt sie.
„Was machen wir eigentlich, wenn es nun Winter wird?“ Diese Frage wurde von jungen Müttern gestellt, die sich auf dem Spielplatz am „Coffee-​Bike“ – eine professionelle Kaffeemaschine, montiert auf einem Lastenrad – bewirten ließen. Da musste die Mitarbeiterin der Pastoralen Stadtteilenwicklung der katholischen Seelsorgeeinheit Schwäbisch Gmünd Mitte dann gar nicht lange überlegen: Schnell war die Idee geboren, im Gemeindesaal einen Winterspielplatz einzurichten. Dass dieser Treffpunkt in katholischen Räumen angeboten wird, bedeutet aber nicht, dass es sich dabei um eine konfessionsgebundene Angelegenheit handelt. Das Angebot ist vielmehr offen für alle, und die Religionzugehörigkeit spielt bei den unterhaltsamen Nachmittagen im Saal genau so wenig eine Rolle wie auf jedem öffentlichen Spielplatz unter freiem Himmel. Familien aus unterschiedlichen Kulturkreisen fühlen sich wohl. Das unterstreicht einmal mehr das gute ökumenische und interkulturelle Miteinander, dass die Weststadt auch sonst prägt. „Das war hier schon früher so“, versichert die pensionierte Schulleiterin Bärbel Junker, die aus der Weststadt stammt und sich gemeinsam mit ihrem Bruder, Stadtrat Thomas Krieg, sehr gerne im Ehrenamt einbringt.