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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Die Weihnachtsgeschichte auf Schwäbisch

Foto: astavi

Bei einer ökumenischen Feier auf dem Münsterplatz haben der katholische Dekan Robert Kloker und der geschäftsführende Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, Reiner Kaupp, die Botschaft von der Geburt Jesu verkündet – diesmal in Dialektform. Mehrere hundert Menschen hatten sich bei kühlem und windigem Wetter auf dem Münsterplatz eingefunden, um miteinander den Heiligen Abend zu feiern.

Montag, 25. Dezember 2023
Franz Graser
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Dekan Robert Kloker begrüßte es, dass man den ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel, eine „Frucht der Corona-​Zeit“, bewahrt habe. Es sei gut, dass man nicht durch eine Sicherheitskontrolle gehen müsse, anders als in Köln, wo es eine Warnung vor einem möglichen Terroranschlag auf den Dom gegeben habe. Es sei ein schlimmes Zeichen, dass das Fest der Liebe und des Friedens unter solchen Vorzeichen stattfinden müsse. „Um so mehr wollen wir miteinander feiern, dass Gott für den Frieden steht. Und das muss uns mit allen Religionen verbinden, dass wir an einen Gott glauben, der für Frieden, Gerechtigkeit und das Wohlergehen der Menschen steht.“ Auch der evangelische Pfarrer Reiner Kaupp stimmte in die Friedensbitte ein: „Gib, dass wahr wird, was du verheißen hast: Frieden!“

Im Mittelpunkt der Feier stand die Verkündigung der Weihnachtsbotschaft. Pfarrer Kaupp hatte einleitend darum gebetet: „Lass uns aufmerksam werden, dass wir deine Botschaft wieder neu hören.“ Tatsächlich durften die Zuhörerinnen und Zuhörer das Weihnachtsevangelium am Heiligen Abend auf eine nicht alltägliche Weise kennenlernen, nämlich auf Schwäbisch. Dekan Kloker und Pfarrer Kaupp lasen jeweils einige Verse aus dem Lukasevangelium im schwäbischen Dialekt. Der wohlbekannte Text entfaltete dadurch eine bisher wenig gekannte Unmittelbarkeit, vor allem in den Passagen mit den Hirten. „Se hend a ganz arga Angscht kriegt“, hieß es da, und an einer anderen Stelle: Auf goht’s! Nom nach Bethlehem! Dui Sach‘ guggat mir ah!“

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