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Wernfried Tannhäuser: Zug um Zug zum Schachverein mit Zukunft

Foto: RZ-​Archiv

In 39 Jahren als Vorsitzender der Schachgemeinschaft Gmünd lag Wernfried Tannhäuser die aktive Jugendarbeit immer am Herzen. Mit dem Turnier Staufer Open setzte der heute 76-​Jährige Schwäbisch Gmünd auf die internationale Schach-​Landkarte. Die nächste Ausgabe, vom 2. bis 6. Januar 2024, wird die letzte mit ihm als Turnierleiter sein.

Montag, 25. Dezember 2023
Benjamin Richter
1 Minute 26 Sekunden Lesedauer

„Okay, ich mache das. Aber nicht so lange wie mein Schwiegervater.“ Mit diesen Worten, erinnert sich Wernfried Tannhäuser, habe er eingewilligt, den Vorsitz der Schachgemeinschaft Gmünd zu übernehmen.
Das war 1984, und der Vater seiner Frau hatte den Spitzenposten beachtliche 25 Jahre innegehabt – erst im Schachverein Rehnenhof, nach der Fusion mit dem Verein Gmünd 1872 dann in der neuen Schachgemeinschaft. In seine Fußstapfen habe Tannhäuser ursprünglich gar nicht treten wollen, doch die Vereinsmitglieder hätten ihn bekniet und so lange keine Ruhe gegeben, bis er sich umstimmen ließ.
Diesen Sommer nun gab der 76-​Jährige das Amt an seinen Nachfolger Andreas Strohmaier weiter. „Da habe ich mich schwer getäuscht“, lacht Tannhäuser mit Blick auf seine Pläne für eine kurze Amtszeit, die schließlich 39 Jahre währen sollte – eine veritable Ära.
1947 in Blankenburg im Harz geboren, floh Wernfried Tannhäuser in den 1950er– Jahren mit seinen Eltern aus der DDR nach Österreich. 1960 zog die Familie nach Schwäbisch Gmünd, genauer gesagt nach Bettringen, wo der junge Mann sechs Jahre später bei der SGB erste Erfahrungen im Vereinsschach machte.
Zwar habe ihm sein Vater das Schachspielen schon beigebracht, als er zehn Jahre alt war – doch dass Minderjährige abends zu den Treffen der Schachvereine in die zumeist verrauchten Gaststätten gingen, sei alles andere als üblich gewesen, blickt Tannhäuser zurück.
Damals wurde man erst mit 21 Jahren volljährig. So fasste es der damals 19-​Jährige als Privileg auf, dass er 1966 in der Stammkneipe des Bettringer Schachvereins sein Können zeigen durfte.

Wie das Schachspiel Wernfried Tannhäuser den Weg in den Hafen der Ehe wies und was der langjährige Vorsitzende mit Blick auf seine Schachgemeinschaft als „Skelett unseres Vereins“ bezeichnet, lesen Sie in der Beilage „Menschen 2023“ in der Rems-​Zeitung vom 23. Dezember. Die vollständige Ausgabe gibt es auch digital im iKiosk.

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