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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Rüdiger von Fritsch: Moskau-​Kenner und Netzwerker wird 70

Foto: RZ-​Archiv

Rüdiger von Fritsch wird 70 Jahre alt. Das wird am Donnerstagvormittag mit einem feierlichen Empfang im Kulturzentrum Prediger in Schwäbisch Gmünd gewürdigt. Dann wird sich eine Gelegenheit bieten, auf die zahlreichen verantwortungsvollen Positionen zurückzuschauen, die der pensionierte Diplomat im Laufe seiner Karriere bekleidet hat.

Donnerstag, 28. Dezember 2023
Benjamin Richter
1 Minute 36 Sekunden Lesedauer

Kaum ein Gmünder war in den vergangenen zwei Jahren in den überregionalen Medien so präsent wie er: Rüdiger von Fritsch. Am heutigen Donnerstag feiert der Diplomat im Ruhestand, Schriftsteller und ehemalige deutsche Botschafter in Warschau und Moskau seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass findet um 11 Uhr im Refektorium des Gmünder Kulturzentrums Prediger ein feierlicher Empfang statt.
Zur Welt kam Rüdiger Werner Hans-​Erdmann Freiherr von Fritsch-​Seerhausen, wie er mit vollständigem Namen heißt, am 28. Dezember 1953 in Siegen. 1966 zog die Familie nach Schwäbisch Gmünd um, wo er das Parler-​Gymnasium besuchte. Nach dem Abitur an der Internatsschule Schloss Salem studierte von Fritsch in Erlangen und Bonn Geschichte und Germanistik.
In den Auswärtigen Dienst trat er 1984 ein, war von 1986 bis 1989 politischer Referent an der deutschen Botschaft in Warschau und anschließend bis 1992 Referent für Presse– und Kulturangelegenheiten an der deutschen Botschaft in Nairobi. Für das Pressereferat des Auswärtigen Amtes und und die deutsche EU-​Vertretung in Brüssel war von Fritsch ebenfalls tätig, leitete von 1999 bis 2004 den Planungsstab des Bundespräsidenten.
Beim Bundesnachrichtendienst wirkte er anschließend bis 2007 als Vizepräsident, leitete dann die Abteilung für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung des Auswärtigen Amtes und war Vertreter des deutschen Sherpas bei den G8-​Verhandlungen, bevor er 2010 deutscher Botschafter in Polen und dann ab 2014 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2019 deutscher Botschafter in Russland wurde.
Besonders gefragt ist Rüdiger von Fritschs Expertenmeinung nach wie vor zur internationalen Lage – insbesondere seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Seine Analyse hierzu teilte von Fritsch in TV-​Talkshows, aber auch bei Schulbesuchen in der Ostalb-​Region sowie im Rahmen des von der Rems-​Zeitung präsentierten Formats „Zur Sache!“ mit einem interessierten Publikum.
Doch auch darüber hinaus hat sich der frühere Diplomat in seinem Ruhestand keineswegs vollkommen ins Privatleben zurückgezogen, ist zum Beispiel Partner in der 2017 gegründeten Consultingagentur „Berlin Global Advisors“ und sitzt dem Vorstand der ZIS-​Stiftung für Studienreisen vor, die Reisestipendien an junge Menschen vergibt. Auch als Kurator des Johanniter-​Ordens tritt Rüdiger von Fritsch in Erscheinung.

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