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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Erdbeben: Spenden aus Gmünd per Flugzeug in die Türkei

Foto: hs

In Gmünd wurde eng mit dem türkischen Konsulat zusammengearbeitet, um nach dem Erdbeben dringend benötigte Hilfsgüter innerhalb von 24 Stunden nach Antakya zu bringen. Am Samstag findet eine Benefizveranstaltung auf dem Marktplatz statt.

Mittwoch, 15. Februar 2023
Thorsten Vaas
2 Minuten 4 Sekunden Lesedauer

Die Aktion „Gmünd hilft der Türkei“ von Stadtverwaltung, DRK, Vereinen und zahlreichen Privatpersonen hat innerhalb von nur 24 Stunden sechs große Paletten mit gespendeten Zelten, Decken, Schlafsäcken, Stromerzeugern und Heizstrahlern in die zerstörte Stadt Antakya gebracht. Möglich machte dies ein neuer Transportweg mit Unterstützung und Koordination durch das türkische Konsulat in Stuttgart.
In einer großen Halle in Stuttgart-​Feuerbach wurde für das Sortieren und Umladen von Hilfsgütern ein Logistikzentrum eingerichtet. Von dort starten nahezu pausenlos Lastzüge in das Erdbebengebiet. Was jedoch ganz schnell und dringend benötigt wird, das wird als Luftfracht verpackt und unmittelbar zu den Flughäfen Frankfurt oder Stuttgart transportiert. So geschehen am Dienstag mit den genannten Sachspenden, die per Lkw von der zentralen Gmünder Sammelstelle eilends nach Stuttgart gebracht wurden.
„Ein tolles Gefühl“, so beschreibt Organisator Bilal Dincel, „dass diese besonders dringend benötigten Dinge so schnell und direkt bei den notleidenden Menschen in Antakya eintreffen.“ Die Liste der benötigten Hilfsgüter werde in Absprache mit den Kontakten in der Aalener Partnerstadt, darunter auch eine Ärztin aus Schwäbisch Gmünd, ständig aktualisiert.
Wie Bilal Dincel dazu erklärt, seien Kleiderspenden derzeit nicht auf der Bedarfsliste, jedoch ganz dringend und weiterhin die eingangs genannten Hilfsgüter plus Babynahrung und Hygieneartikel. Die Initiatoren der Hilfsaktion bitten freundlichst darum, möglichst nur gut erhaltene und neuwertige Sachspenden abzuliefern (mehr dazu: Erdbeben-​Hilfe: Das wird in Antakya dringend gebraucht).
Das Echo auf den Spendenaufruf sei erfreulich und herzlich, so Dincel. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger würden auch ihre tatkräftige Mithilfe etwa beim Sortieren und Verpacken der Hilfsgüter anbieten. Türkische und deutsche Frauen hätten sich nun auch zusammengefunden, um an diesem Samstag auf dem Gmünder Marktplatz eine große Benefiz– und Spendenaktion durchzuführen. Zwischen 8 und 16 Uhr gibt es eine Bewirtung mit türkischen Speisen, Kaffee, Tee und Kuchen. Der Erlös kommt voll und ganz der Gmünder Hilfsaktion für die Erdbebenopfer in Antakya zugute. Die 400 000-​Einwohner-​Stadt ist völlig verwüstet, die Infrastruktur weitgehend zusammengebrochen. Tausende Obdachlose leben unter freiem Himmel, schlafen in Zelten oder Autos, dies bei winterlichen Wetterbedingungen. Viele haben auch Angst, in ihre beschädigten Häuser zurück zu kehren.

Wie kann man für die Erdbeben-​Opfer in der Türkei spenden?
Sachspenden können im Logistikzentrum der Gmünder Hilfsaktion in einer für diesen Zweck leergeräumten Industriehalle in der Eutighofer Straße 144 (Firma IDS) abgegeben werden. Bitte den Eingang ganz am Ende der Straße (neben Musikerheim der Stadtjugendkapelle) nutzen, wo man auch direkt mit dem Pkw oder Lkw zum Aus– und Abladen vorfahren kann.
Die Sammelstelle ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Wenn Hilfe fürs Abladen benötigt wird, wie etwa Gabelstapler, einfach bei den Helferinnen und Helfer in der Halle Bescheid sagen. Weiterhin dringend benötigt werden auch Geldspenden auf das Erdbeben-​Sonderkonto des DRK-​Kreisvervbands Schwäbisch Gmünd:

IBAN: DE 7461 4901 50 1023 222 000 BIC: GENODES1AAV VR-​Bank Ostalb eG
Verwendungszweck: „Spende Erdbeben“

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