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Das Stauferklinikum Mutlangen bleibt – nur anders

Mutlangen

Foto: Vaas

Eine Klinikreform für eine Milliarde Euro hat sich das Landratsamt Ostalbkreis vorgenommen, um die medizinische Versorgung für knapp 320.000 Einwohner auf gesunde Beine zu stellen. Dafür soll sich die Krankenhausstruktur ändern. Zur Diskussion steht unter anderem ein Zentralklinikum, das irgendwo bei Essingen gebaut werden soll. Der Plan erzürnt die Bevölkerung. Wird Mutlangen damit die Klinik genommen?

Sonntag, 05. Februar 2023
Thorsten Vaas
83 Sekunden Lesedauer

Ende Dezember vergangenen Jahres wird ein spannendes Dokument veröffentlicht. Es trägt einen sperrigen Namen. „Dritte Stellungnahme und Empfehlung der Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung – Grundlegende Reform der Krankenhausvergütung“. Dahinter verbirgt sich die Zukunft der Kliniken in Deutschland. Wochen– und monatelang wurde daran gearbeitet, das Thema – schwierig. Landrat Joachim Bläse und Prof. Ulrich Solzbach, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Ostalb, haben lange darauf gewartet. Was darin steht, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Der Ostalbkreis ist auf dem richtigen Weg. Es mag auch daran liegen, dass Boris Augurzky an dem Papier mitgearbeitet hat. Er berät das Landratsamt und die Kliniken Ostalb bei der Frage, wie man sich für eine flächendeckende Versorgung aufstellen sollte, die nicht nur gut ist, sondern auch mit den Herausforderungen der Zukunft und Vergangenheit umgehen kann. Fast könnte man sagen, diese Stellungnahme von Augurzky und seinen Mitstreitern ist ein Ebenbild der Ostalb-​Pläne. Der Ostalbkreis als Blaupause für die Klinikreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach?
Dieses Papier der Regierungskommission eröffnet erstmals einen Blick auf die Krankenhauslandschaft der Zukunft, die seither nur als definitionslose Begriffe existierte. Oft war die Rede von Grund– und Regelversorgung – doch was das bedeutet, was Kliniken dieser Kategorie können müssen, war Interpretationssache. Nun gibt es diese Definitionen. Sie lassen Schlüsse zu, wie die klinische Versorgung im Ostalbkreis einmal aussehen könnte. Es ist eine Perspektive für die Debatte, die Bürgerinnen und Bürger seither verunsichert hat. Besonders die viel diskutierte Option mit einem Zentralklinikum, flankiert von einem „Gesundheitscampus“ in Mutlangen und Ellwangen sowie einem „Gesundheitszentrum“ bei Bopfingen.

Eine flächendeckende, gute Gesundheitsversorgung mit weniger Kliniken? Was wird aus dem Stauferklinikum? Das lesen Sie am Montag in der Rems-​Zeitung.