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Der Wasserstoff, der aus der Wüste kommt

Foto: picture alliance /​robertharding | Luca Abbate

Grüne Energie aus Afrika: In Mauretanien soll die größte Wasserstoffanlage der Welt entstehen – unter deutscher Beteiligung. Zur Herstellung des Energieträgers der Zukunft werden Sonne und Wind gebraucht. Beides ist in dem Wüstenstaat reichlich vorhanden.

Mittwoch, 15. März 2023
Benjamin Richter
58 Sekunden Lesedauer

Langweilig sei es ihm zurzeit nicht, sagt Stefan Liebing. Eine charmante Untertreibung: Der 46-​jährige Geschäftsmann ist derzeit noch Vorsitzender des Afrikavereins der deutschen Wirtschaft sowie Geschäftsführer der Hamburger Projektgesellschaft Conjuncta und hat als solcher vor Kurzem mit der Regierung des nordwestafrikanischen Staates Mauretanien eine Absichtserklärung für den Bau der weltweit größten Produktionsanlage für grünen Wasserstoff unterzeichnet.
Zusammen mit dem ägyptisch-​emiratischen Energiekonzern Infinity Power will der neue deutsche Wasserstoffzar ein Werk mit einer Stromleistung von 10 Gigawatt und Kosten von rund 34 Milliarden US-​Dollar in die mauretanische Wüste setzen – die Leistung von mehr als zehn herkömmlichen Atomreaktoren.
Die erste Phase des nördlich der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott geplanten Großprojekts soll 400 Megawatt leisten und in fünf Jahren fertig sein. Außer der Elektrolyseanlage, die gewöhnliches Wasser in Sauer– und Wasserstoff trennt, sind eine Entsalzungsanlage sowie ein Wind– und ein Solarpark nötig: Der für die Elektrolyse nötige Strom muss erneuerbar erzeugt werden, sonst ist der Wasserstoff nicht grün.

Warum sich der Standort Mauretanien für die Herstellung des grünen Wasserstoffs besonders gut eignet und welche Bilanz der scheidende Chef des Afrikavereins zieht, lesen Sie am Mittwoch auf der Wissen-​Seite der Rems-​Zeitung. Erhältlich ist die ganze Ausgabe auch online im iKiosk.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 434 Tagen veröffentlicht.


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