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Nachrichten Waldstetten

Aufführung der Ballettschule Teresa Beisswenger

Foto: privat

Die Ballettschule Teresa Beisswenger führte am Wochenende das Stück „Tanzgenuss II“ in den Räumen des Squash und Fit in Waldstetten auf. In drei Vorführungen am Freitag und Samstag überzeugten die Tänzerinnen und Tänzer das Publikum von ihrer Kreativität, von ihrem Können, Witz und ihrer Kunst.

Donnerstag, 23. März 2023
Thorsten Vaas
2 Minuten 13 Sekunden Lesedauer

Das Publikum zollte ihnen dafür ihre Anerkennung durch minutenlangen Applaus. Die Vorführungen setzten sich aus zwei Teilen zusammen, im ersten zeigten 17 junge Tänzerinnen im Alter von zehn bis 23 Jahren selbst entwickelte Choreographien. Die jungen Choreographen konnten sich dabei für ein Solo, Pas de deux oder Pas de trois entscheiden. Die Tänzerinnen mussten sich bei der Erarbeitung ihrer Tänze mit einem Thema auseinandersetzen und dieses mit Bewegungen interpretieren. Von der Auswahl der Musik über die Wahl der Kostüme bis hin zum gezeigten Schrittrepertoire stammte dabei alles aus der Feder der Tänzerinnen.
Eingerahmt wurden die zwölf Tänze der Elevinnen von einem „Hosenträgertanz“ und einer „Variation aus Schwanensee“, welche von den drei Tänzern, Moritz Lejeune, Simon Thiel und Vinzenz John gepaart mit schauspielerischer Note präsentiert wurden. Die zwei Stücke der Jungs waren eine Art Zeitreise ihrer Tanzausbildung, den Hosenträgertanz lernten sie vor Jahren und mit der Variation aus Schwanensee konnten die tanzbegeisterten Zuschauer die Entwicklung der Drei bis heute sehen.
Auch die Tänzerinnen standen den Jungs in nichts nach und zeigten eine erstaunliche Bandbreite des Balletts, vom Spitzentanz im roten Tutu, über Alice im Wunderland bis hin zum modernen Stück „Blissfull“ war alles dabei und zeigte, wie vielschichtig Tanz sein kann.
Nach dem Part „Tanz“ folgte der Teil „Genuss“. Hier fragten die Jüngsten das Publikum im ersten Stück „The Journey“, ob es mit ihnen auf Reisen gehen wolle. Und ja, die Tänzerinnen und Tänzer nahmen jeden einzelnen spätestens mit dem Stück „Flügel der Freiheit“ mit auf die Reise. Es folgte ein Tanz zum Thema „Die Schule“, in dem der Schulalltag in all seinen Facetten im Tanz der elf „Schülerinnen“ dargestellt wird. Was läuft gut, was schlecht, es zeigte witzige Szenen, aber auch, dass Schule den Mädchen den Stuhl unter einem wegziehen kann.
Es folgte das Stück „Passacaglia“, was übersetzt so viel wie „durch die Gasse schreiten“ heißt. Die erwachsenen Tänzerinnen vermochten durch ihre anmutigen Bewegungen jeden einzelnen Zuschauer mit durch diese Gasse, vielleicht eines Sehnsuchtsortes, schweben zu lassen und bereiteten den Weg für den Schachtanz, auch „Der Weg zu Dir“ genannt. Hier waren die Tänzer schwarze und weiße Schachfiguren und tanzten beinahe geometrische Figuren, also Schrittfolgen wie Züge im Schach. Alles im Leben hat seinen Lauf, funktioniert alles nach vorgegebenen Wegen? Die Tänzerinnen meinten, nein und forderten das Publikum auf, seinen Traum zu leben und auf das Herz zu hören, um so aus den oft starren Strukturen des Lebens auszubrechen.
Mit dem Stück „Mind Flow“ schickten die Tänzerinnen und Tänzer dann den Gedanken des Publikums endgültig auf Reisen wunderschöne Bewegungen, eine tolle Choreographie und ein tiefgründiges Pas de deux von Anna Baumann und Simon Thiel mündete im Finale „Comme ci Comme ca“ was den zweiten Teil von „Tanzgenuss“ gut zusammenfasst, heißt es doch etwas freier übersetzt so viel wie gute und schlechte Tage. Das Publikum jedenfalls hatte an den Abenden nur „gute Tage“, also schöne, elegante, tiefgründige, aussagekräftige Tänze gepaart mit Musik und einem nicht erwarteten Ambiente.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 391 Tagen veröffentlicht.


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