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„Männliche Ärzte werden deutlich früher unterstützt“

Foto: picture alliance /​Shotshop | Addictive Stock

In der Medizin sind die Aufstiegshürden für Frauen besonders hoch. Warum eigentlich? Ein Interview mit dem Vorstandsmitglied des Deutschen Ärztinnenbundes, Barbara Puhahn-​Schmeiser.

Mittwoch, 08. März 2023
Benjamin Richter
56 Sekunden Lesedauer

Je steiler die Karriere von Ärztinnen verläuft, desto öfter sind sie nur von Männern umgeben. Lediglich 13 Prozent der Führungspositionen in der Universitätsmedizin waren 2019 mit Frauen besetzt. In der Medizin, so stellt der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) fest, stehen Frauen mit Aufstiegsambitionen vor vielen Hürden. Welche das sind, erklärt Barbara Puhahn-​Schmeiser, Fachärztin für Neurochirurgie an der Uniklinik Freiburg und DÄB-​Vizepräsidentin.

Frau Puhahn-​Schmeiser, es studieren mehr Frauen als Männer Medizin – aber die Chefpositionen in Kliniken sind hauptsächlich mit Männern besetzt. Sind Frauen nicht ehrgeizig genug?

Nein, das sicher nicht. Es liegt an verschiedenen Faktoren, die Ärztinnen einen geradlinigen Karriereweg oft erschweren.

Welche sind das?

In erster Linie habe ich den Eindruck, dass Frauen in ihrer Karriereplanung zu wenig Unterstützung erfahren: Männliche Kollegen werden in Sachen Karriere deutlich früher protegiert. Sie bekommen eher Informationen darüber, welche relevanten Kompetenzen für eine bestimmte leitende Position erwartet werden – wie Zusatzqualifikationen oder –bezeichnungen sowie das Beherrschen bestimmter OP-​Techniken.

Wieso es gerade in der Medizin so schwierig ist, Kinder und Karriere unter einen Hut zu bekommen, und wie Dr. Barbara Puhahn-​Schmeiser ihren Karriereweg gemacht hat, lesen Sie auf der Wissen-​Seite in der Rems-​Zeitung vom 8. März. Erhältlich ist die ganze Ausgabe auch online im iKiosk.

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