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Özdemir: „Kinder werden mit Zucker-​Werbung überflutet“

Foto: dpa/​Henning Kaiser, obs/W&B

Kinder naschen gern, die Industrie umgarnt sie entsprechend. Doch 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind übergewichtig. Bundesernährungsminister Cem Özdemir will nun gegensteuern, wie er im Interview erklärt.

Donnerstag, 09. März 2023
Benjamin Richter
1 Minute 16 Sekunden Lesedauer

Bundesernährungsminister Cem Özdemir (Grüne) will Junkfood-​Werbung, die sich an unter 14-​Jährige richtet,
weitgehend verbieten – in TV, Radio, Print und auch im Internet. Wir haben ihn in Stuttgart zum Gespräch getroffen.

Herr Özdemir, Sie sind einkaufen. Was liegt an der Kasse auf dem Band?
Ich war bei meiner Bahnfahrt von Berlin nach Stuttgart beim Umstieg einkaufen, unter anderem Brotaufstriche. Beim Nussaufstrich achte ich darauf, dass er fair gehandelt, beim Gsälz, dass es möglichst bio ist. Und auch sonst versuche ich, fair, bio, regional und saisonal einzukaufen. Zudem habe ich im Zug stets Obst dabei. Denn immer, wenn ich ohne unterwegs bin, fällt das Bordbistro aus (lacht).

Sie haben auch süße Sachen aufgezählt.
Die Menge macht das Gift, heißt es. In Maßen ist also auch Süßes in Ordnung. Allerdings kann man die Verantwortung für eine gesunde Ernährung nicht unseren Kindern aufbürden. Dafür müssen wir Erwachsenen sorgen – wobei es die Eltern nicht immer leicht haben. Ein Problem: Kinder werden täglich und auf allen Kanälen regelrecht überflutet mit Werbung für Zuckerbomben sowie viel zu fettige und salzige Lebensmittel. Das beeinflusst das Ernährungsverhalten von Kindern enorm. Die Ampelkoalition hat mich beauftragt, dem einen Riegel vorzuschieben – und das mache ich jetzt, indem wir an Kinder gerichtete Werbung für solche Lebensmittel regulieren. Natürlich können die Unternehmen bei Kindern weiter werben, aber dann für ausgewogene Produkte.

Wir haben Cem Özdemir außerdem gefragt, ob er wirklich glaubt, dass Kinder ohne Werbung weniger Süßes essen, und was sein geplantes Verbot umfasst. Die Antworten sowie weitere Auskünfte des Ministers lesen Sie am Donnerstag auf der Wissen-​Seite der Rems-​Zeitung. Online gibt es die komplette Ausgabe übrigens auch, im iKiosk.

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