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Nachrichten Mutlangen

Mutlanger Mediziner warnt vor den Gefahren des Rauchens

Foto: Kliniken Ostalb

100 Schülerinnen und Schüler haben sich bei der Veranstaltung „Ohne Kippe“ im Stauferklinikum über die Folgen des Rauchens informiert. Auch zwei ehemalige Raucher berichteten.

Montag, 01. Mai 2023
Franz Graser
1 Minute 34 Sekunden Lesedauer

Der Konferenzraum des Stauferklinikums war auf den letzten Platz gefüllt. Dr. Matthias Thiere, Chefarzt der Klinik für Gefäß– und Thoraxchirurgie am Stauferklinikum begrüßte drei Klassen der Jahrgangsstufe 7 des Scheffold-​Gymnasiums. Traditionell lädt der Mediziner jedes Jahr Schulen an die Klinik ein, um in der Veranstaltung „Ohne Kippe“ über die Folgen des Rauchens aufzuklären.

Thiere berichtete an diesem Vormittag über die Abhängigkeit die Nikotin auslöst und stellte das Lungenkrebsrisiko dar und welche Einflussgröße das Alter beim Einstieg des Rauchens hat. Rund 35 Prozent der Deutschen sind aktuell Tabakraucher. Dabei raucht jeder vierte rauchende Schüler die erste Zigarette bereits im Alter von zehn Jahren. Dies mit drastischen Folgen für die Gesundheit, denn wie Studien belegen, steige bei einem Einstieg in das Rauchen vor dem 17. Lebensjahr das Krebsrisiko um 50 Prozent.

Zwischen sechs und acht Mal pro Jahr findet die Präventionsveranstaltung statt. „Das war während der Pandemie etwas schade. Da wir in der Klinik ein Betretungsverbot hatten, bin ich die letzten zwei, drei Jahre zwar in die Schulen gegangen, konnte aber keine Patienten mitnehmen“, berichtete der Chefarzt. Denn in der Tat ist der Bericht zweier „Betroffener“ ein ganz wichtiges Element der Veranstaltung. Dies zeigt sich auch im Vortrag, als Roberto Vogt und Reinhard Waibel von ihren Erfahrungen berichten.

Roberto Vogt war Hausmeister an einer Schule in Böbingen. „Mit dem Rauchen habe ich mit 17 Jahren angefangen“, berichtete er. Er bekam in der Jugend von Kumpels immer Kippen angeboten. „Man will ja dazugehören, einer von den Großen sein“, so Vogt. Seitdem hat er regelmäßig geraucht. Bis eines Tages ein komisches Gefühl im Fuß auftrat. Tatsächlich war ein Zeh blau angelaufen, der Hausarzt verwies ihn direkt in die Klinik, wo sich der der Verdacht „Gefäßverschluss“ bestätigte.

In der Gefäßchirurgie des Stauferklinikums konnte das Gefäß geweitet werden, ein weiterer Eingriff war zum Glück nicht notwendig. Roberto Vogt hat seinen Lebensstil seitdem umgekrempelt, achtet auf Ernährung, treibt regelmäßig Sport. Vom Rauchen kam er durch die Nikotinsucht dennoch bis heute nicht los, weshalb er am Ende seines Vortrags allen Schülern klarmachte: „Lasst das mit dem Rauchen bleiben, fangt am besten gar nicht erst damit an“.

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