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Wissen: Weniger arbeiten hilft dem Klima

Foto: Jorma Bork/Pixelio.de

Viele Menschen wünschen sich mehr Freizeit. Dass es nicht nur der persönlichen Balance gut tut, im Job kürzer zu treten, sondern auch gut für das Klima ist, erläutert der Umweltwissenschaftler Michael Kopatz. Er plädiert für eine Viertagewoche mit 30 Arbeitsstunden.

Dienstag, 02. Mai 2023
Franz Graser
52 Sekunden Lesedauer

Weniger Arbeit bedeutet auch ein geringeres Einkommen. Das müsse aber nicht schlecht sein, findet der Umweltwissenschaftler. „Wir schuften, um zu shoppen“, erklärt Kopatz. Weniger Geld bedeute auch weniger Konsum. Die Menschen sollten sich stattdessen lieber fragen, was man im Leben wirklich brauche.

Die HDI-​Berufestudie 2022 hat ergeben, dass drei Viertel der Bevölkerung gerne eine Viertagewoche hätten. Die Betriebe hätten zwar wegen des Fachkräftemangels kein Interesse daran, dass die Menschen weniger arbeiten. Aber diese Teilzeit könne gerade in den Branchen helfen, die das Klima potenziell schädigen, meint der Umweltwissenschaftler. Gemeint sind unter anderem die Industrie rund um die Kohle, den Verbrennungsmotor und den Beton. „Es gibt Branchen, die schrumpfen müssen.“

Sara Weber, Digitalstrategin, Journalistin und Autorin, meint: Wer weniger arbeitet, trifft bessere Entscheidungen für das Klima. Er pendele weniger, koche mehr und kaufe tendenziell bessere, weil nachhaltiger produzierte Zutaten ein. Sie selbst ist aus dem Hamsterrad ausgestiegen und arbeitet nur noch vier Tage in der Woche.

Mehr zum Thema finden Sie auf der Wissens-​Seite der heutigen Ausgabe der Rems-​Zeitung.

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